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sputnik
die Vollstreckerin


Anmeldungsdatum: 10.01.2006
Beiträge: 582
Wohnort: irgendwo in bayern

BeitragVerfasst am: 17.07.2008, 22:13    Titel: Antworten mit Zitat

5 jahre. hach, wie gerne würde ich mal gaaaaaaaaanz kurz in nen menschen reingucken, der 5 jahre nicht mehr raucht. also um zu sehen, ob sich die quälerei lohnt.. ob das verlangen irgendwann geht und so.. hach *g*

spaß hats mir übrigens die erste woche auch *fast* gemacht. momentan ist der "entzug" eher lästig. an jeder ecke sitzt das nikotinmonster und wartet auf mich *lol*

so! schööööönes wochenende.

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Udo
Moderator


Anmeldungsdatum: 16.06.2006
Beiträge: 2443
Wohnort: Itzehoe

BeitragVerfasst am: 18.07.2008, 16:32    Titel: Antworten mit Zitat

Du achtest glaube ich zu sehr auf das Nikotinmonster in Dir, welches immer kleiner wird. Bzw. Hast Du Dich noch nicht wirklich innerlich gelöst von den Zigaretten. Das dauert auch noch etwas, aber wichtig ist, nicht immer daran zu denken, sondern auch sein Leben ohne Zigaretten umzustellen. So viel wird dann allerdings auch nicht umgestellt. Also keine Panik. Nach 5 Jahren sitze ich hier und tippe, wobei ich früher immer eine geraucht habe. Nun eben nicht. Dafür trinke ich ne Tasse Tee, da ich heute Nacht Magenschmerzen hatte inclusive Magenverstimmung durch zuviel Schokocreme in zu kurzer Zeit Mit den Augen rollen , und deswegen arbeitsunfähig war. Aber jetzt habe ich UUURLAUB 3 Wochen. Lachen

Aber es ist total am Regnen Böse

So ein MIst

Bis Montag muss das aufhören. Aber jetzt wartet Kaja schon wieder, morgen kommt Ihre Mama Sehr glücklich

Gruß Udo

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sputnik
die Vollstreckerin


Anmeldungsdatum: 10.01.2006
Beiträge: 582
Wohnort: irgendwo in bayern

BeitragVerfasst am: 07.08.2008, 13:54    Titel: Antworten mit Zitat

soo...

nun sind ja schon ein paar wochen vergangen. ich bin brav geblieben, allerdings mit weniger schönen auswirkungen.

denn auch ich bin natürlich nicht rundum gesund und fit, sonst würde ich mich ja auch nicht in gesundheitsforen rumtümmeln *g

je länger ich nicht rauchte, desto schwieriger wurde (und wird) es. warum? eine kleine erklärung.

ich hab seit etwa 3 jahren einen stark ausgeprägten kontrollzwang und einen weniger stark ausgeprägten zählzwang. stellt euch jetzt bitte nicht einen zwängler vor, wie man ihn im TV trifft. ja, ich bin eingeschränkt dadurch und verpasse dadurch manch einen termin, weil ich von kontrollieren aufgehalten werde, aber es ist keinesfalls so, dass ich kein leben außerhalb des zwanges mehr leben kann.

was das nun mit nicht-rauchen zu tun hat?

je länger ich nicht rauchte, desto stärker wurden meine zwänge. ich hatte kaum mehr 10 ruhige minuten am stück, ohne durch die wohnung rennen zu müssen und zu kontrollieren (herd aus, kühlschrank zu, wasserhähne zu, türen zu, lichter aus, schlüsselbund da - alle schlüssel am schlüsselbund?, geldbeutel da? inhalt vollständig? uswusf)

ich begriff es selber nicht, schob es auf die tatsache, mich beim nichtrauchen so beherrschen zu müssen, dass ich beim zwang dieses "rauchen" (also nicht beherrschen) nachholen muss und somit verstärkt alles zu kontrollieren.

ich ging zum arzt. er erklärte mir einen möglichen zusammenhang - nikotin hat eine dämpfende wirkung, ist das nikotin weg, ist auch die dämpfende wirkung weg und die zwänge werden stärker. (kurzfassung) - er erzählte mir von einem projekt, bei dem menschen mit tic-störungen (verwandt mit zwängen) nikotin (&medikamente) verabreicht wurde, wodurch sich die abstände zwischen den tics verlängerten. ergo: nikotin -> seltener tics (übertragen: seltener zwänge) - nikotinentzug -> häufiger zwänge (bzw. in kürzeren abständen)

nun, aussage des arztes: zwänge haben priorität, auf ein paar wochen mehr oder weniger rauchen kommt es in meinem fall nicht an.

ein paar wochen? ja, denn ich bekam medikamente - bis zur beurteilung ob diese wirken vergehen mindestens 8 wochen, dann sollte es mir besser gehen. bis dahin wird sich an der situation leider nichts ändern.

da nun auch die gefahr besteht, dass sich neue zwänge ausbilden gilt: bevor es schlimmer wird -> rauchen. klingt bescheuert? finde ich auch. ich habe mir vorgenommen, die 8 wochen irgendwie zu überstehen ohne zu rauchen. ob mir das gelingt? ich bin mir nicht sicher, aber ich werde es versuchen und kämpfen. mehr als verlieren kann ich nicht.

hätte ich gewusst, dass die beiden dinge miteinander zusammenhängen, wäre ich das andere problem zuerst angegangen. so muss ich nun hoffen, die zeit zu überstehen und falls nicht - von vorne anfangen, was ich keinesfalls will.

liebe grüße

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rio



Anmeldungsdatum: 02.03.2004
Beiträge: 2232

BeitragVerfasst am: 07.08.2008, 15:28    Titel: Antworten mit Zitat

Oh weija, Da hast Du Dir ja was eingebrockt.

Lief letztens mal ein Bericht im Fernsehen, da kam einer gar nicht von seinem Auto weg, weil er immer wieder Handbremse, Gang etc. kontrollieren mußte. So einen Tick hat ja jeder, aber manchen triffts da scheinbar doch wirklich schlimm.

Was das rauchen betrifft, von dem Tick stirbt man nicht, vom rauchen vielleicht irgendwann schon. Von daher finde ich Deine Entscheidung, es so zu versuchen gut, drück Dir jedenfalls die Daumen, daß es klappt.
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sputnik
die Vollstreckerin


Anmeldungsdatum: 10.01.2006
Beiträge: 582
Wohnort: irgendwo in bayern

BeitragVerfasst am: 07.08.2008, 16:02    Titel: Antworten mit Zitat

ja, man muss eben abwägen, das eine ist für die körperliche gesundheit schlecht, das andere für die psychische. die psychischen auswirkungen kommen eben jetzt zum tragen, während die körperlichen durch das rauchen erst in einigen jahren auftreten. das macht es zusätzlich schwer, da irgendwo motivation zu finden.

momentan bin ich ja in einer relativ guten situation, da ich frei habe. mit der momentanen ausprägung der symptome wüsste ich ehrlich gesagt nicht, wie ich termine wahrnehmen sollte. ein "kontrollgang" dauert zur zeit leicht mal 1 1/2 stunden. unmöglich, da zurecht zu kommen, wenn man mal spontan raus sollte/müsste. Mit den Augen rollen

das mit dem auto kenne ich auch, mittlerweile habe ich ja keins mehr, aber nachdem ich damals 2 mal im gleichen film aus dem kino bin um zu sehen, ob ich es wirklich abgeschlossen, bin ich gar nicht mehr zurück.

da langt man sich wirklich ans hirn, weil man ja auch selber weiß, dass es bescheuert ist.

naja, augen zu und durch Winken

danke fürs daumendrücken Smilie

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rio



Anmeldungsdatum: 02.03.2004
Beiträge: 2232

BeitragVerfasst am: 07.08.2008, 16:21    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
naja, augen zu und durch


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Udo
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Anmeldungsdatum: 16.06.2006
Beiträge: 2443
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BeitragVerfasst am: 07.08.2008, 22:51    Titel: Antworten mit Zitat

Na, da ist ja was los, aber ich mache bis morgen auch die Augen zu, bin zu groogy.
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Udo
Moderator


Anmeldungsdatum: 16.06.2006
Beiträge: 2443
Wohnort: Itzehoe

BeitragVerfasst am: 19.08.2008, 21:54    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn Zwänge das Leben bestimmen
Dienstag, 19.08.2008, 23.20 - 00.15 Uhr, VOX

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sputnik
die Vollstreckerin


Anmeldungsdatum: 10.01.2006
Beiträge: 582
Wohnort: irgendwo in bayern

BeitragVerfasst am: 22.08.2008, 12:27    Titel: Antworten mit Zitat

zur zeit kommen auffallend viele reportagen über zwänge.

ich weiß noch, dass ich mit ca. 16 jahren vor dem fernseher saß und so eine anguckte. ich musste soooo lachen. lustig ist das ja eigentlich nicht, aber manches kann man einfach nicht verstehen. da war ein typ, der musste immer seine schuhe putzen, zu den zwängen kamen bei ihm noch tics und durch die ruckartigen armbewegungen hat er sich mit schuhcreme "vollgesaut" und musste sich oft umziehen. sah damals echt "lustig" aus. hätte ich gewusst, dass meine gedankengänge auch mal so schräg werden.. eiei.

ne bekannte von mir war wegen depressionen mal in einer "psychoklinik" - da waren auch zwängler - jedoch welche mit waschzwang. scheinbar standen sie auf dem flur und konnten kein zimmer betreten, weil sie die schmutzigen türklinken nicht anfassen konnten. mit dem ärmel ging auch nicht, weil ja sonst der "verseucht" wäre.

schon krass... sowas kriegt man dann allein echt nicht mehr hin.

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Udo
Moderator


Anmeldungsdatum: 16.06.2006
Beiträge: 2443
Wohnort: Itzehoe

BeitragVerfasst am: 22.08.2008, 13:35    Titel: Antworten mit Zitat

Manchmal gucke ich auch 2x, ob ich die Tür abgeschlossen habe, oder das Licht aus ist etc. Man kann ja auch wirklich mal was vergessen. Vor allen Dingen , wenn ich mal länger weg bin, gucke ich etwas öfter als "normal" Vielleicht so 3-4 mal. Aber dann sage ich mir selber laut, nun ist alles zu und aus, und dann gehe ich.
Wir hatten aber auch schon mal 1 Woche einen Heizstrahler im Badezimmer angelassen, es war verdammt warm im Bad ,
wo wir wieder gekommen sind.

Aber nichts passsiert, außer höhere Stromrechnung Mit den Augen rollen

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sputnik
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Anmeldungsdatum: 10.01.2006
Beiträge: 582
Wohnort: irgendwo in bayern

BeitragVerfasst am: 23.08.2008, 12:25    Titel: Antworten mit Zitat

jepp, wenn man länger weg is, guckt man sowieso noch viel genauer.

bin manchmal ganz froh, dass ich momentan nicht allein wohne, dann kann ich zumindest einigermaßen "beruhigt" wegfahren.

boah, ne woche der heizstrahler an, kann mir vorstellen, was das für ne hitze war. ich wohn ja im DG und da ist es ohnehin immer warm. mein freund kam damals zu besuch und machte die heizung im bad an (was er mir aber nicht erzählte) - ich wunderte mich 2 tage lang, warum es im winter so verdammt heiss ist, hatte fast den ganzen tag sämtliche fenster offen. bis ich dann die heizung gesehen hab *immernochmecker*

ist doch irgendwie immer das gleiche: kaum schaut man mal nicht, ist irgendwas. *g*

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