Neuroprotektion bei der HK

Chorea Huntington, eine Nervenkrankheit (auch schon mal Corea Huntington). Für Betroffene und Angehörige

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Dr.Lange
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Neuroprotektion bei der HK

Beitrag: #30046 Dr.Lange
23.02.2013, 22:04

Hallo in die Runde!
Die meisten Leser des Forum wissen, dass ich seit langem Naturstoffe zur Neuroprotektion bei der HK empfehle. Ausführliche Info zu dem Thema habe ich im Huntington-Kurier 2008 veröffentlicht. Hier der Link

http://www.huntington-hilfe.de/files/18 ... n_2008.pdf

Ein Biochemiker in Düsseldorf, der mit einer Huntington-Familie befreundet ist, hat sich die Mühe gewacht und den Aufwand nicht gescheut, die wichtigsten Naturstoffe in eine Trinkampulle zu packen, die man zweimal am Tag zu sich nehmen sollte.
Was NICHT in der Trinkampulle ist:
Kreatin (hält sich nicht in wässeriger Lösong, also zuhause das Pulver frisch in Traubensaft anrühren und sofort trinken),
Fischöl mit EPA & DHA (ist ölig und fischig, also nicht geeignet für eine Trinkampulle),
Beta-Carotin (nicht zu empfehlen bei Rauchern, die dadurch noch häufiger Lungenkrebs bekommen).

Der Verkaufspreis für 14 Ampullen á 25 ml wurde mit 25,95 EUR inkl. MwSt. im Bezug auf Qualität und Auswahl der in AlpProtect® eingesetzten Rohstoffe so niedrig wie möglich gewählt. So soll den Kunden ermöglicht werden, regelmäßig ein Produkt verwenden zu können, welches finanziell eine deutlich günstigere Alternative als die Kombination vieler Einzelpräparate darstellt. Weiterhin ist die Einnahme der Wirkstoffe in flüssiger Form im Vergleich zu Kapseln oder Tabletten eine sehr bequeme Form der Einnahme und evtl. vorhandene Schwierigkeiten beim Schlucken von größeren Tabletten (z.B. Oblongtabletten) können so umgangen werden.

http://www.alpnutrition.de/
http://www.alpfactor.de/alpprotect-14-x-25-ml.html

Um Missverständnissen vorzubeugen: ich bin NICHT am finanziellen Erlös beteiligt und habe für meine Beratung auch KEIN Honorar genommen. Es lag mir aber sehr am Herzen, eine kostengünstigere und leichter handhabbare Darreichungsform für die Huntington-Familien zu schaffen.
Alles Gute!

Vom Moderator editiert
Dr.Lange

pumproom
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Beitrag: #30050 pumproom
24.02.2013, 07:09

Hallo Herr Lange,

erstmal sorry wenn ich hier so reinplatze, aber da kommt mir bei Ihrem Satz bzgl. der Naturstoffe direkt der Wunsch zu fragen. Wie sieht es da mit grünem Tee aus. Ich meine aus ihrer (medizinischen) Betrachtungsweise?

Ich weiß nur um die Versuche und Untersuchungen an Pilzen und Fliegen, wo ein Wirkstoff in dem Tee die Klumpenbildung des Proteins verzögert. Und sich damit sogar bei den Fliegen eine Besserung des Zustandes herstellte. Seit dem Berichten auch HD-Kranke über die EInnahme und Verbesserung der Motorik etc. Gibt es da mittlerweile Studien zu oder gar Ergebnisse?

Es geht mir da um meine Frau...

Herzliche Grüße
pumproom

Dr.Lange
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Grüntee-Extrakt ECGC

Beitrag: #30057 Dr.Lange
24.02.2013, 12:36

Hallo erstmal,
Grüntee-Bestandteile sind sicher auch wert, erforscht zu werden, ob sie bei der HK helfen. Dankenswerter Weise hat das Huntington-Forscherteam von Prof. Priller an der Charité dazu eine Studie initiiert, die noch Teilnehmer sucht. Sie können die EHDN-Zentren in Berlin, Bochum, Münster und Ulm dazu kontaktieren. Mitmachen bei der Forschung ist immer gut für Betroffene - der positive Effekt ist oft bemerkenswert deutlich, so zuletzt bei der Dimebon-Studie.
Dr.Lange

Dr.Lange
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Grüntee-Bestandteil EGCG - Tippfehler

Beitrag: #30058 Dr.Lange
24.02.2013, 13:02

Der Grüntee-Bestandteil, auf den es bei der HK ankommt, heißt
Epigallocatechingallat, engl. Epigallocatechin gallate, wird abgekürzt EGCG.
Da hat sich bei mir oben ein Tippfehler eingeschlichen.
Dr.Lange

Udo
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Beitrag: #30066 Udo
24.02.2013, 18:31

Abends geht die Sonne unter, morgens geht sie wieder auf !

pumproom
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Beitrag: #30072 pumproom
25.02.2013, 12:54

Danke für die Info.
Münster ist ein Begriff, da wir schon mal dort waren.

Betty
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Fragen an Dr. Lange

Beitrag: #31457 Betty
22.07.2013, 23:40

Bei meinem Mann ist im April leider der Test positiv ausgefallen.
Er ist jetzt 30 bislang keine Symptome.
ist es sinnvoll schon jetzt mit diesen trinkampullen, beta carotin, kreatin und fischöl zu beginnen???
In was für Mengen müsste er diese Dinge zu sich nehmen??? Kann man als fischöl einfach diese Kapseln nehmen die man z.b. Bei rossmann bekommt oder müsste man spezielle nehmen????
Kann man sonst noch irgendetwas positives bzw. Etwas vorbeugendes dazu beitragen?

Betty
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Beitrag: #31458 Betty
22.07.2013, 23:42

Uppsala Sorry das sollte eigentlich nur einmal da rein :roll:

Dr.Lange
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Beginn der Neuroprotektion

Beitrag: #31459 Dr.Lange
23.07.2013, 00:13

Hallo in die Runde!
Es kann als gesichert gelten, dass man mindestens 10 Jahre vor dem Auftreten der sichtbaren (motorischen) Störungen mit der Schutztherapie anfangen muss. Mit subtilen Untersuchungsmethoden findet man nämlich 10 - 15 Jahre vor diesen Symptomen Veränderungen der Hirnfunktionen und -strukturen.
Beim Fischöl kann man auf Angebote von Akldi etc. zurückgreifen. Bei Kreatin nur ein Produkt aus westlicher Produktion kaufen - nichts aus China!
ß-Carotin nur für Nichtraucher!
Dr.Lange

pumproom
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Beitrag: #31460 pumproom
23.07.2013, 08:21

Betty hat geschrieben:Uppsala Sorry das sollte eigentlich nur einmal da rein :roll:
Ist es nun auch. :wink:

Bitte beim Absenden nicht ungeduldig werden. Der eingegebene Text wird übertragen, auch wenn die Seite sich nicht verändert oder neu aufbaut. Klickt man nämlich nochmals auf den Button absenden, erscheint der Text doppelt usw.

Ich helfe mir damit, dass ich anstatt zu warten, einfach wieder die Hauptseite des Forum aufrufe. Es erscheint dann der eigene Post als Neu bzw. noch nicht gelesen.

Viele Grüße
pumproom

Udo
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Re: Fragen an Dr. Lange

Beitrag: #31465 Udo
23.07.2013, 22:30

Betty hat geschrieben:Bei meinem Mann ist im April leider der Test positiv ausgefallen.
Er ist jetzt 30 bislang keine Symptome.
ist es sinnvoll schon jetzt mit diesen trinkampullen, beta carotin, kreatin und fischöl zu beginnen???
In was für Mengen müsste er diese Dinge zu sich nehmen??? Kann man als fischöl einfach diese Kapseln nehmen die man z.b. Bei rossmann bekommt oder müsste man spezielle nehmen????
Kann man sonst noch irgendetwas positives bzw. Etwas vorbeugendes dazu beitragen?



Ganz wichtig bei der Chorea ist neben einer gesunden Ernährung und auch den angegebenen Zusatzstoffen das soziale Umfeld. Ich kenne genug Erkrankte, um die sich kaum einer oder auch gar kein Angehöriger kümmert, die wesentlich schneller geistig und körperlich abbauen als bei denen, die noch Besuch bekommen und menschlichen Zuspruch haben.

(Das Problem mit dem Absenden ist wirklich etwas nervig, aber irgendwie ein Serverproblem.)
Abends geht die Sonne unter, morgens geht sie wieder auf !

Dr.Lange
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ein gutes soziales Umfeld ist Medizin fürs Gehirn

Beitrag: #33861 Dr.Lange
25.09.2014, 14:01

Udo hat mir seinem Hinweis auf das soziale Umfeld absolut Rescht. Die negativen Folgen eines schlechten Umfeldes spüren alle Menschen mit dem sogen. "Burn-out".
Also für die Betroffen UND sich selber für ein gutes Umfeld sorgen und gesund leben.
Falls jemand keine Zeit oder Lust hat, sich durch den langen Bericht (s. Link oben) zu arbeiten, hier noch mal die empfohlenen Naturstoffe:
falls jemand den Zugriff auf die Empfehlung nicht hat:
Vitamin E 200 I.E. abends (mehr kann schaden)
Vitamin C in Retard-Form 2x 0,5 g / Tag
Coenzym Q10 in Nano-Präparation (z.B. Sanomit) 2x 100 mg / Tag
(diese Kombination ist in AlpProtect Trinkampullen 2x/Tag enthalten)
Zusätzlich
Kreatin 4x 5 g / Tag - 6x pro Woche,
3x 2 g Lachsöl-Kapseln mit 18 % Eicosapentaensäure (EPA) und
12 % Docosahexaensäure (DHA)
ß-Carotin 6 mg / Tag (nur bei Nichtrauchern)
Dr.Lange

natalie555
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Frage an Dr. Lange

Beitrag: #34486 natalie555
02.02.2015, 20:09

Hallo in die Runde!
Ich bin neu hier.

Guter Tag, Herr Doktor Lange, meine Mama und Tante hatten HK (Testergebnis- positiv).Ich möchte mich nicht testen lassen, aber meine Ärzte sagen, dass ich zapple (Neurologe, Hausarzt). Ich habe auch seit 13 Jahren Depressionen, seit 3 Jahren vielleicht Zwänge. Ich weiß, dass Antibabypille Depressionen und Chorea-ähnliche Bewegungen auslösen kann (Pille-Einnahme bei mir: 20 Jahre ; vor einem Jahr abgesetzt). Wegen Depressionen nehme ich seit 13 Jahren Sertralin und andere Medikamente(auch Nebenwirkungen!).
(Vor 3 Jahren - erfolgreich absolviertes Studium - also keine degenerative Entwicklung ?).

Ich arbeite als Klavierlehrerin- alles ist in Ordnung.
Ich möchte nicht wissen, ob ich HK habe!!! Ich dachte, dass HK unheilbar ist. Aber jetzt lese ich von Neuroprotektion! Und in der Taufkirchen (Vils)- Klinik ist im Angangsstadium Behandlung möglich! Außerdem soll zum Beispiel grüner Tee im Anfangsstadium Plaque- Bildung verringern!!

Herr Doktor Lange, bei heutiger wissenschaftlichen Entwicklung vielleicht schadet es mir, dass ich mich nicht testen und behandeln lasse?

Vielen Dank!!!

Mit freundlichen Grüßen


natalie555.

pumproom
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Beitrag: #34487 pumproom
02.02.2015, 20:48

Hi Natalie und herzlich Willkommen in dieser Runde,
es stimmt, dass die Huntington-Erkrankung ursächlich (noch) nicht heilbar ist. Jedoch kann man heute schon mit vielen Medikamenten, aber eben auch mit vielen anderen Dingen einen positiven Einfluss nehmen auf den Verlauf. Aber auch auf den eigentlichen Ausbruch der Erkrankung.

Die Forschung zur Behandlung der HK ist weltweit tätig, um geeignete Mitte zu finden. Ich persönlich bin realitisch und denke nicht, dass eine Heilung in 10 Jahren möglich ist. Eher eine Möglichkeit, den Ausbucht hinauszuzögern und den Verlauf zu mildern, so dass Huntington-Patienten lange lange ein normales und glückliches leben führen können.

Sofern du dich nicht testen lassen willst ist das dein gutes Recht. Vielleicht hilft es dir jedoch ein wenig mehr über die Erkrankung zu wissen und über die Möglichkeiten darauf Einfluss nehmen zu können. Mehr zu dem Thema kann Dr. lange mit Sicherheit beantworten.

Dir einen schönen Abend und beste Grüße
pumproom

Dr.Lange
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jeder Krankheit ist beeinflussbar

Beitrag: #34489 Dr.Lange
02.02.2015, 21:39

Ich kenne keine Krankheit, deren Verlauf nicht beeinflussbar wäre, und viele Krankheiten sind unheilbar, aber die Erkrankten haben ihre Krankeit im Griff (und nicht umgekehrt!). Gilt auch für die HK.
Lassen Sie sich in aller Ausführlichkeit in einem Huntington-Zentrum den gegenwärtigen Stand der Forschung erklären oder gehen Sie zu einem der Zahlreichen Treffen der DHH, bei denen Experten Rede und Antwort stehen.
Nur der eigene Weg ist der richtige!
Dr.Lange


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