SCHWINDEL UND WIE DAS UMFELD DAMIT UMGEHT...

Angst Panik Schwindel Forum - Schwindel unklarer Genese

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blondgirlm
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SCHWINDEL UND WIE DAS UMFELD DAMIT UMGEHT...

Beitragvon blondgirlm » 13.12.2007, 21:41

hallo zusammen,

wie ihr unter dem thema "3 jahre schwindel" nachlesen könnt, leide ich nun schon seit langem unter diesem sehr wechselhaftem zustand.

was mich nun interessieren würde, wie geht denn euer umfeld mit euch und dem schwindel um?

bei mir zb war es so, dass am anfang von freunden und familie viele viele tipps kamen, was ich körperlich alles untersuchen lassen sollte. immer wieder und wieder.

während die ärzte schon bald alles auf die psyche geschoben haben, wollte mein umfeld immer noch eine körperliche krankheit als ursache hören, - wobei ich inzwischen auch davon ausgehe, dass es mit der psyche zu tun hat.

ging es mir dann mal besser war großes aufatmen rundum angesagt - ging es allerdings wie so oft auch wieder schlechter kam das umfeld damit kaum bis garnicht zurecht. es wurden zwangsläufiger weniger freunde....

ach, lange rede kurzer sinn - ich fühle mich jetzt nach über 3 jahren noch unverstandener als am anfang des schwindels. von "die spinnt", "die will nich arbeiten" über "reiß dich zusammen" bis hin "ach du armes" is alles im programm dabei und ich bin es irgendwie leid, immer wieder meinen zustand zu erklären, auch wenn es alle sicher nicht böse meinen!!!

wie macht ihr das? sitzt ihr auch zwischen den stühlen, indem ihr die familie beruhigt mit "es ginge schon" (wenn sie fragen) und aber selbst wisst, dass es einfach kacke so ist und alles andere als lebenswert, während man den anderen beim leben zusieht!?

bin gespannt auf eure reaktionen,

mary


AndreaVo
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Beitragvon AndreaVo » 14.12.2007, 13:41

Also mir gehts da ganz ähnlich wie dir...

Mein Schatz versucht noch immer mir sehr zu helfen und die Ursache rauszufinden... damit baut er mich schon auf.. er meint ich hätte noch nicht viel versucht um herauszufinden was es schlimmer macht... er ist auch auf die Idee mit Pille mal weglassen gekommen... und mit dem mitschreiben was ich so nicht vertragen könnte oder was ich mache was es schlimmer macht...

meine mutter macht sich ständig sorgen - jetzt hat sie sich mal ein paar tage mit mir gefreut, dass es mir besser ging... die kann das glaube ich gar nicht mehr hören wenn ich wieder sage es geht mir schlechter...

das nächste ist dass diesen zustand keiner versteht der ihn noch nicht hatte! meine tante kennt das - die hatte allerdings 2 schlaganfälle... bei der ist das "normal" zumindest weiß sie den grund des übels... besser macht das die sache ja auch nicht...

freunde reagieren eigentlich kaum... 2 freundinnen hab ich die schon manchmal fragen wies mir jetzt damit geht aber verstehn tun die das auch nicht!

abgesehen davon hab ich auch zu sonst dann nix lust... dann heißt es oft mit mir kann man nix mehr machen... stimmt schon... aber ich hab oft das gefühl ich kann nicht und dann sitz ich eben daheim... das versteht auch kaum wer! wenn ich zb von familienfeiern fern bleibe wie erst kürzlich ... dabei hatte ich mich drauf gefreut!


eugen76
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Beitragvon eugen76 » 19.12.2007, 19:36

welches Umfeld? Meine Eltern werden schon traurig wenn sie meine Geschichte jeden tag hören. Freunde habe ich keine mehr. bin jetzt 3 jahre solo und es ist schlimm so alleine.
nun ist wieder ein jahr vorbei. was wird das neue bringen? ich will wenn es nicht besser wird nächstes jahr in eine klinik für psychosomatische erkrankungen. vielleicht habe ich ne macke. mir sagen auch immer alle, dass ich ängstlich und angespannt schaue. aber wie soll man mit schwindel normal schauen?


AndreaVo
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Beitragvon AndreaVo » 19.12.2007, 20:07

meine eltern und mein freund könnes das auch bald nicht mehr hören... die leiden aber schon mit...

so allein ist es echt schlimm! ich glaub allein wohnen wäre ganz schlimm für mich.. würde sicher immer denken was ist wenn was passiert oder man umfällt oder sonst was...

ne macke hast du sicher nicht! die angst und das alles kommt sicher vom schwindel!

nehme mal an dass du vorher fröhlich warst und dein leben genossen hast!? mit freunden weg bist usw.. und kein so großes problem hattest oder!?

der schwindel ist einfach so bestimmend... man kann sein leben nicht mehr normal gestalten wie man möchte... daher kommt dann sicher die angst und die panik dazu die wir alle haben...


eugen76
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Beitragvon eugen76 » 19.12.2007, 20:16

ja ich habe vorher ein normales Leben geführt. nun ist alles anders. ich wünsche Dir und allen jedenfalls hier gute Besserung und ein frohes Fest und hoffentlih ein besseres Jahr 2008


AndreaVo
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Beitragvon AndreaVo » 19.12.2007, 20:23

das wünsch ich uns auch!!! irgendwann muss das ja mal wieder weg gehn ... wies gekommen ist!!!


blondgirlm
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Beitragvon blondgirlm » 20.12.2007, 18:02

hi andrea, hi eugen

wünsche ich euch natürlich auch!

kenne eure erfahrungen mit dem umfeld! allerdings lebe ich alleine, sprich in keiner beziehung, was die sache nicht gerade viel einfacher macht. kann also dem eugen nachfühlen. aber mit dem schwindel ist man ja schon für enge freunde und die liebe familie eine echte zumutung, wie soll man da jemand "neuem" begegnen?

a propos begegnen, der mann meiner träume könnte mir zb bestenfalls kurz im wartezimmer beim arzt, schnell mein einkaufen oder in hektik beim bäcker über den weg laufen, denn sonst bin ich ja leider nich mehr gern unterwegs....

euch bessere tage,

mary


Dominik.Vertigo
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Beitragvon Dominik.Vertigo » 22.12.2007, 14:11

Hallo,

die Sache mit dem Umfeld empfinde ich ebenfalls als äusserst bestimmend. Durch unerklärbaren Schwindel ist man selbstverständlich verunsichert und man versucht dann natürlich "Sicherheit" vom Umfeld zu bekommen.

Meine Erfahrung sagt, daß der offene Umgang mit der "Einschränkung" innerhalb eines engen Kreises (Familie, Partnerin, bester Freund) sehr hilft. Andererseits ist es auch wichtig, eine klare Trennung zur Welt "aussen" zu vollziehen. Der Kollege, der einem schon immer mal ans Bein pinkeln wollte muss nun wirklich nicht Bescheid wissen. Denn daraus resultiert wieder eine immense Verunsicherung. Das ist natürlich schwierig zu bewerkstelligen, ohne ständig falsche Vorwände bezüglich beruflicher Ausfälle/Fehlzeiten zu erfinden.

Man braucht beide Ebenen.

Besonders ärgerlich ist für mich übrigens immer das Feedback der Kollegen am ersten Tag, an dem man sich nach einer Krankmeldung -trotz Schwindel- wieder zur Arbeit geschleppt hat: "Na, wieder fit?" oder "Also dann, jetzt gibts ja viel aufzuholen!".

Man sollte sich eben möglichst wenig über sein Umfeld definieren -schwierig!

Das enge Umfeld macht sich natürlich sorgen und ist angespannt. Dann ganz erleichtert, wenn man eine Ursache "gefunden" hat. Den Ermüdungseffekt nach der zehnten Ursache, die es dann doch nicht war, kenne ich auch aus meinem Umfeld, kann ich aber ehrlich gesagt auch verstehen. Ich erzähle eigentlich meinem engen Umfeld immer, wenn sich mein Schwindel verschlimmert, und das ist glaube ich auch gut so. Leuten, die mit "die spinnt" oder so etwas reagieren, würde ich jedoch nie wieder irgendetwas erzählen.

Schöne Weihnachten Euch allen!
Die Welt dreht sich.


Niggel
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Beitragvon Niggel » 28.04.2011, 22:19

Hay bin grad auf diese seite gekommen.
Ich habe noch nicht lange diesen schwindel sprich 3 Monate und alles was ich zu höhren bekomme ist du siemulierst doch, stell dich nicht so an oder du armes wo einem der sarkasmus schon entgegen kommt. Selbst meinen Eltern geht das nur noch auf die nerven und es scheint egal das es mich fertig macht.Ich komme mir einfach nicht verstanden und unerwünscht vor


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