Neuritis vestibularis

Angst Panik Schwindel Forum - Schwindel unklarer Genese

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sistina75
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Neuritis vestibularis

Beitragvon sistina75 » 16.01.2008, 22:26

Hallo zusammen,

ich bin neu in der "Schwindel-Welt" und durch Zufall auf dieses Forum gestoßen.

Seit drei Wochen leide ich an Dauerschwindel, mal mehr, mal weniger stark. Außerdem habe ich begleitend einen Tinnitus, Nystagmen anfangs sehr heftig, jetzt nur noch selten. Ich habe einen einwöchigen stationären Aufenthalt im Krankenhaus, viele Tests und Untersuchungen hinter mir. Meine Hörfunktion ist in Ordnung, Computer-Tomographie des Schädels unauffällig. Es wurde die Diagnose "Neuritis vestibularis" gestellt - allerdings wohl nur, weil man nichts anderes gefunden hat?! Trotz täglichen Gleichgewichtstrainings wird der Schwindel, "der nach ein paar Tagen wieder vergeht", nicht besser.

Gibt es hier jemanden mit gleicher Diagnose, weiteren Ideen zur Therapie etc.?

Vielen Dank im Voraus.

Viele Grüße, sistina75


pink

Beitragvon pink » 18.01.2008, 21:30

Hallo Sistina,

sorry das Dir noch keiner weiterhelfen konnte.
Kaum einer von uns hat eine eindeutige Diagnose bekommen.
Wie geht es Dir den jetzt und was haben Deine Docs gesagt was Du jetzt tun sollst?

Liebe Grüße und alles Gute

Pink


sistina75
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Beitragvon sistina75 » 24.01.2008, 20:46

Danke der Nachfrage und auch für die guten Wünsche.

Der Schwindel ist mal stärker, mal schwächer - aber da ist er immer. Ich denke, wenn es tatsächlich eine Entzündung war, müsste doch langsam auf Grund des Gleichgewichtstrainings alles wieder in Ordnung kommen?!

Zwischendurch habe ich darüber hinaus heftige Attacken über Stunden (Gott sei Dank nur ca. 1x pro Woche). Also vielleicht Morbus Menière?! Den Gedanken hatte mein Arzt wohl auch, denn ich nehme nun Betahistin und hatte sogar den Eindruck einer Besserung - seit gestern ist aber wieder alles beim Alten... :-(

Morgen habe ich einen weiteren Termin bei meinem HNO-Arzt und werde mal auf Überweisung für ein MRT vom Schädel und der HWS drängen. Diese Untersuchungen fehlen noch in meiner Sammlung... ;-)

Euch allen auch viel Glück & alles Gute!

Viele Grüße,
sistina75


pink

Beitragvon pink » 25.01.2008, 08:08

Hallo Sistina,

welchen Schwindel hast Du den, Drehschwindel, Schwankschwindel oder wie würdest Du ihn beschreiben.
Ein MRT ist mit Sicherheit nicht falsch.

Liebe Grüße
Pink


sistina75
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Beitragvon sistina75 » 01.02.2008, 10:00

Grundsätzlich leide ich an Dauer-Drehschwindel, fahre also ständig Karussell... ;-) Mit geschlossenen Augen empfinde ich das deutlicher als mit geöffneten Augen. Das Schwindelgefühl sorgt darüber hinaus für Gangunsicherheit und Fallneigung. Draußen sieht man mich -wenn überhaupt- nur mit meinem neuen Freund, dem Stockschirm. Ich hoffe, bis zum Sommer kriege ich das in den Griff, sonst wirkt das mit dem Schirm wohl sehr albern... ;-)

Kleines Update: Ausgerechnet am Tag des Arzttermins ging es mir zum ersten Mal seit Wochen wieder ziemlich gut. Der Arzt war auch happy und riet dazu, das Betahistin weiter zu nehmen, das Gingium abzusetzen. Ich bin sogar allein (auch ohne Schirm ;-)) mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause gefahren... :-) Auch am folgenden Tag lief es prima. Ich war so erleichtert! Nach Wochen endlich Land in Sicht!

Leider nur für zwei Tage. Am Sonntag ging es wieder bergab. Mitte der Woche hielt ich Rücksprache mit dem Arzt: Erhöhung der Betahistin-Dosis, wieder Ansetzen von Gingium. Weiß jemand hier, wann die Wirkung dieser Arzneimittel einsetzt? Ich gehe mal davin aus, dass das Betahistin schnell (innerhalb von 1-2 Stunden?) wirkt. Ist das bei Gingium wohl auch so, oder kann es sein, dass dieses (wenn überhaupt) erst nach Tagen anschlägt?

Mein Zustand bewegt sich jedenfalls weiterhin auf dem gleichen Niveau, keine Besserung. Das Thema meines Beitrags müsste ich nun eigentlich umbenennen. Eine Entzündung des Gleichgewichtsnervs hält mein Arzt mittlerweile für unwahrscheinlich. Er tippte zuletzt eher auf eine Durchblutungsstörung - deswegen auch das Gingium.

Weil es mir zwischenzeitlich so gut ging, habe ich nicht auf weitere Untersuchungen gedrängt. Nächste Woche muss ich wieder hin, da werde ich dies aber endgültig tun. Abgesehen von MRT Schädel + HWS, habt Ihr noch Empfehlungen, welche Untersuchungen ich noch durchführen lassen sollte?

Vielen Dank für Eure Hilfe!

LG sistina75


pink

Beitragvon pink » 02.02.2008, 09:52

Hallo Sistina,

ich hab machen lassen ein
MRT-Kopf und HWS
EEG und AEP
HNO
EKG und Blutdruck
Untraschall Augen- und Halsvenen.
Werde noch zum Augenarzt und Orthopäden gehen.

Alles Gute

Gruß
Pink


marillion
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Diagnose: akuter Vestibularisausfall bei V.a.Neuronitis vest

Beitragvon marillion » 02.02.2008, 18:03

Hallo sistina75,
mich hat es auch erwischt mit dem schei.. Schwindel.
Ich werde versuchen mich kurz zu fassen.
Diagnose: akuter Vestibularisausfall bei V.a. Neuronitis vestibularis.
Es erwischte mich ohne vorwarnung am 14.12.07.
Als hätte der Blitz in meinem Kopf eingeschlagen.
Ich konnte kaum noch laufen,ständig schoss ich von links nach rechts und mußte mich übergeben .
Die Augen konnte Ich überhaupt nicht öffnen. Ich hatte Todesangst und ständige Schweissausbrüche.
Mein Glück- Ich war im Krankenhaus und hatte einen Termin für eine Sterilisation,zu der es aber nicht mehr kam.
Nach drei Tagen konnte Ich im Krankenhaus die Augen wieder öffnen ohne zu brechen.
Nach 5 Tagen wurde ich entlassen mit den Worten. Zwei drei Tage ins Bett & alles ist wieder in Ordnung.
Heute ist der 2.2.08 und Ich bin immer noch Krankgeschrieben.
Laufen konnte ich nur 100 m in den ersten Tagen aber nur mit fremder Hilfe ,danach ging nichts mehr ( ständig schwach )
Den Rest als Telegramm:
24.12.07 Termin HNO Gleichgewichtstest mit Diagnose siehe oben ( Gleichgewichtsübungen )
4.01.08 Termin HNO leichte Besserung.
Bis heute war Ich nicht in der Lage mich Körperlich zu betätigen.
Nächster HNO Termin 14.2.08
Ich merke wie jetzt langsam wieder Leben in mein Körper kommt.
Bin mal gespannt wie es weitergeht.
Meine größte Angst ist es das gleiche nochmal zu bekommen ohne Vorwarnung.
Hoffe in den nächsten 2 Wochen wieder Arbeiten zu können.
Viele Grüße
Michael


sistina75
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Beitragvon sistina75 » 02.02.2008, 22:24

Hallo Michael,

Du Armer... Nicht falsch verstehen, aber ich bin -ehrlich gesagt- ganz froh, mal von jemandem mit ähnlicher Diagnose zu hören bzw. zu lesen, dem es auch so lange so schlecht geht. Alle Ärzte sprechen von "ein paar Tagen", so dass ich wirklich zweifelte - zumal ich ja auch Auf und Abs habe und nicht von einer konsequenten Besserung sprechen kann.

Ich drücke uns ganz fest die Daumen, dass es wirklich nichts Anderes ist und wir bald wieder richtig fit sind. Angst vor einem "nächsten Mal" habe ich übrigens auch, aber die lasse ich nicht gewinnen... :-)

Nimmst Du irgendwelche Medikamente gegen den Schwindel, oder belässt Du es beim Gleichgewichtstraining?

Ich versuche eventuell schon am Donnerstag, wieder zu arbeiten. Wenn ich erstmal im Büro angekommen bin und an meinem Schreibtisch sitze, könnte es auch klappen, glaube ich. In dem Fall ist dann wirklich der Weg das Ziel... :-)

Alles Gute & liebe Grüße,
sistina75


marillion
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Beitragvon marillion » 03.02.2008, 12:10

Hallo sistina75,
auch Dir wünsche ich natürlich alles Gute.
Ist nicht immer einfach den Außenstehenden zu erklären was mit einem im laufe von Wochen passiert.
Zu deiner Frage.
Im Krankenhaus bekam ich Vosomotal 16 mg gegen den Schwindel.
Vom HNO Betahistin Stada 6 mg.
Die wurden nach 2 Wochen vom Hausarzt durch Arlevert ersetzt. ( auch gegen Schwindel )
Dazu gab es noch TRAUMEEL gegen Entzündungen.
Dann habe Ich noch auf eigene Kosten eine Aderlass Therapie bekommen.
Das ganze geht über 6 Termine & 2 mal pro Woche.
Es wird ein viertel Pappbecher Blut abgenommen. Danach bekommt man eine Infusion mit div. Vitaminen.Das ganze dauert dann so ca. 40 min. jedesmal.
Ob es hilft ? Kein Ahnung. Laut Arzt kann die Wirkung erst nach Wochen eintreten.
Sinn des ganzen ist es das Blut zu verdünnen.
Habe seit 2 Tagen leichten Dauerschwindel und ein Rauschen auf beiden Ohren ,hoffe aber trotzdem in den nächsten 2 Wochen wieder Arbeiten zu können.
Euch Allen Liebe Grüße und Gute Besserung.
marillion


marillion
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Beitragvon marillion » 03.02.2008, 14:11

Hallo,
bin vor Wochen auf folgenden Artikel gestoßen.


hatte dieses jahr im mai einen schwindelanfall. bin aufgewacht und wusste nicht mehr wo oben und unten ist. komplette schwäche, ein gefühl, als würde sich bei jeder kopfbewegung das hirn in die andere richtung drehen, unfähig zu kucken (augen folgten den kopfbewegung zu langsam nach), konnte nichts fixieren, übelkeit entstand ebenso.

soweit kurz die symptome. ich war insgesamt eine woche in der klinik, mit infusionen (blutverdünnenden mitteln und kortisongaben). doch die schulmedizin konnte mir nicht sagen was es ist ( ich bekam 3 verschiedenen diagnosen: virus im magen (stimmt nicht), entzündung im ohr (stimmte auch nicht) und schließlich und endlich noch die allgemein diagnose "da geht grade so ein virus rum" (hmmm... die schulmedizin ist immer gleich mit einem virus da, wenn sie was nicht erklären kann).

kurzum. ich war extrem verunsichert. und ich wollte einfach wissen was hier in meinem körper passiert. diese desorientierung und diese schwäche wünsche ich niemandem, man kann sich das gar nicht vorstellen, wie schlimm das ist. man kann nix mehr tun außer im bett liegen und an die decke starren.

und so hab ich eine kinesiologin aufgesucht, welche mir endlich erklären konnte was los ist, bzw. was hier passiert.

in meinem fall war es so: ich hatte eine relativ lange stressfase durchgestanden: existenzgründung, probleme im zwischenmenschlichen bereich, das gefühl 1000 dinge gleichzeitig tun zu müssen, eine psychische und physische überbelastung. als ich merkte, dass das nicht mehr geht, hab ich reduziert. versucht mich rauszunehmen und zu entspannen, und dann kam der schwindel. bumm.

man nennt das auch "managerkrankheit" haha. klingt jetzt erst mal hochtrabend, aber man muss kein manager sein, um seinen körper auszubeuten. der schwindel (oder tinitus oder migräne) ist ein notprogramm des körpers. er nimmt sich die zeit, um zu regenerien, wenn man zu schlimm mit ihm umgegangen ist.

was passiert im körper?: also: während der stressfase verkrampft sich der körper, muskeln, und auch blutgefäse, die versorgung wird teilweise eingeschränkt. man läuft auf 130% und verbraucht auch notreserven, da der körper überansprucht ist. wenn man sich nun entspannt, der körper lockerlässt und wieder "weich" wird, weiten sich diese gefäse. dies kann, wenn der stress sehr stark war so schnell passieren, dass sich der überschüssige raum, welcher nun entsteht, sich mit "glia" füllt, das ist die hirnflüssigkeit, welche auch dazu da ist dinge zu reparieren. d.h. diese stelle, welche sich rund ums ohr befinden, schwillt an und kann nun "stressbedingte" krankheiten hervorrufen, indem sie umliegende bereiche beeinträchtigt. ich hätte auch einen hörsturz bekommen können, aber bei mir wars halt der schwindel.
gleichzeitig sind sämtliche organe des körpers auf notprogramm geschaltet und "funktionieren" in absoluter schwäche. leber, herz, und vor allem die nieren welche für die grundenergie des körpers zuständig ist... dies zeigt sich meist in nachtschweiß, herzklopfen bei der geringsten anstrengung (z.B: am tisch sitzen und essen, konversation, etc...)

der körper macht dich bewegungsunfähig, damit du ruhe gibst und dich erholst, der körper holt sich seine energie wieder. er ist total in schwäche und braucht ruhe, schlaf und vor allem einen ruhigen geist. sich sorgen zu machen oder angst zu haben in dieser zeit ist genau das falsche. ich weiß das klingt schwer, aber es ist sehr wichtig!!!! denn gerade dieses angst haben ist einer der hauptgründe für stress. existenzieller stress.

was kann man tun: der aufenthalt im krankenhaus war in meinem akuten fall sicher notwendig, aber besser ist es, sich alternativ behandeln zu lassen. ich bekam aufbauende tuina-massagen (akupressur...), und hab viel viel viel geschlafen, mich einen monat lang erholen (müssen), weil an einen normalen alltag nicht zu denken war. was helfen kann: kleine, gezielte kortisongaben zu bekommen, aber da muss sich der behandelnde arzt gut auskennen, da man kortison nicht über einen langen zeitraum nehmen soll.

fazit: der körper repariert sich selbst. man muss ihm zeit geben. man kann ihn nur unterstützen, indem man ihn lässt. beschleunigen kann man den heilungsprozess nicht. bei mir hat es so 4 bis 6 wochen gedauert, bis es wieder ging... da der körper sich in wellen erholt (man muss sich das vorstellen wie ein pendel, das ganz oben war, dann ganz unten, und sich langsam auf die mitte einpendelt) kann es sein, dass man 2 bis 3 wochen nach der genesung nochmals ein- bis zwei tage schwindel verspürt. dann darf man sich nicht verunsichern lassen. das geht vorbei, allerdings sollte man ruhe geben. und so eine art meditation betreiben. mit den gedanken nicht abschweifen, keine probleme wälzen sondern versuchen bewusst seinen körper zu spüren, von den zehenspitzen bis zum kopf. und: viel viel wasser trinken!!!!!! das ist wichtig, um den körper durchzuschwemmen!


Könnte vielleicht den ein oder anderen helfen.
Gruß marillion


Paul 22
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schwindel

Beitragvon Paul 22 » 27.10.2008, 16:41

hallo,
ich bin paul. bin neu im diesen foren.
habe seit 8 monaten eine chronische peripher- vestibuläre funktionsstörung.möchte gern wissen,
gibt es rehabilitationsmaßnahmen u. wo in deutschland.
freue mich auf jede antwort. danke

gruß paul


Mary Lou
Beiträge: 67
Registriert: 10.09.2008, 10:49

Beitragvon Mary Lou » 27.10.2008, 17:24

Hallo Paul !!!!
Ich habe seit 4 1/2 Monaten Neuronitis Vestibularis weiß nicht was der Unterschied zu deinem Befund ist.Kannst ja mal nachlesen bei "Ich bin neu hier "da steht meine Geschichte.Habe am 19.09 eine Rehamaßnahme beantragt aber es sieht bei mir nicht gut aus habe schon erste Ablehnung bekommen.Jetzt muss ich zu einem Gutachter mal sehen was es da gibt habe noch keinen Termin bekommen,der medizinische Dienst der Krankenkasse hat gesagt dafür gäbe es keine geeigneten Reha kliniken.Was natürlich Quatsch ist.Kannst ja mal auf der Seitewww.schoen-kliniken.de nachschauen die Klinik ist in Bad Arolsen kommt ja auch drauf an woher man kommt Bad Berleburg Baumrainklinik und Bad Nauheim Kaiserbergklinik also es gibt gewiß überall verstreut noch Kliniken für solche Befunde.Ich wünsche Dir mehr Glück wie mir ,aber denen ist es scheißegal ob man arbeiten muss und wie es einem geht hauptsache Kosten sparen.lg Schwindlerin MAry Lou


3jay
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vestibuläre funktionsstörung etc ..

Beitragvon 3jay » 05.12.2008, 00:13

hallo allerseits !

ich spreche hier aus erfahrung .. 19 jahre lang war und ist schwindel bei mir in jeder form leider ein thema.

bin auch neu hier und direkt hierher gegoogelt. vor einigen jahren bekam ich ein sehr unangenehmes schwindelgefühl verbunden mit einen hohen ton - ähnlich wie sie bei den alten röhrenfehrnseher sind. kurzum das linke gleichgewichtsorgan wollte nicht so recht also ist untererregt. leider blieb es auch (chronisch) dabei was mein leben auch schwer beeinträchtigt. vor gut 6 wochen hatte ich wieder eine schwindelattacke - hab ich so auch - nur diese war die schlimmste. wach morgens auf .. mach die augen auf und alles dreht sich. bin aufgestanden aber konnte mich kaum halten und musste mich sogleich übergeben. ein zustand des "ich sterbe" machte sich breit. also .. rettung .. klinik .. neuronitis vestibularis. eine woche im krankenhaus geblieben .. cortison (stosstherapie) etc etc. wichtig ist in solchen fällen das man übungen macht. diese übungen lösen schwindel aus, helfen aber dem gehirn zu erlernen, die fehlenden oder falschen informationen des defekten gleichgewichtsorgans zu kompensieren. gut finde ich auch den beitrag von marillion. ein paar gänge zurückschalten, insich hineinhören und gehen, ausruhen etc. ist ebenso wichtig weil bekannlich die psyche auch ein wörtchen bei der heilung mitzureden hat.

was auch noch wichtig ist: neuronitis vestibularis ist eine organische erkrankung die auch abheilt. wie schnell das geht hängt von der schwere ab. nach ca. 4 - 6 wochen sollte man soweit fit sein um den alltag anzugehen. bei schnellen ruckartigen kopfbewegungen kanns schon mal zum schaukeln anfangen. es wackelt auch leicht das bild wenn man einen punkt fixiert .. nur .. das alles vergeht mit der zeit. nach ca. 6 monaten sollte man davon nixmehr merken.
bei vielen kommen aber die ängste wie "hoffentlich kommts nicht wieder" oder vermeidet oft situationen die schwindel auslösen könnten. DAS artet dann in einen angstschwindel aus, welcher sich eher durch ein schwanken bemerkbar macht oder wie auf watte gehen. daher wichtig: sich bloss nicht allzusehr mit diesen ängsten auseinandersetzen. positiv ran ans werk .. und wenns mal a bissl wackelt .. ja dann wackelts halt :)

mfg. 3jay

ps: ich schreib gern klein weil zufaul :D


AndersEgis
Beiträge: 4
Registriert: 08.08.2011, 12:11

hi

Beitragvon AndersEgis » 08.08.2011, 12:26

Der Beitrag ist schon was älter, aber :
Endlich habe ich mal was gelesen was ich noch nicht wusste und was sich mit meinen Erfahrungen deckt!
Die Theorie mit der glia-Flüssigkeit hört sich wirklich interessant an. Woher hast du Informationen und gibt es da vieleicht noch mehr drüber zu lesen?
ICh habe mich auch schon gefragt, warum ich das alles (Ertaubung, Vestibuilar ausfall bds und Tinnitus) bekommen habe in einer Zeit , wo ich meinem Körper eigentlich Ruhe und Entspannung versprochen habe. Da sag ich nur Danke lieber Körper.
Marillion: Du schreibst, dass der Körper sich jetzt die Zeit zum regenerierern nimmt.
Was ich dabei nicht ganz verstehe ist, wo da der Zusammenhang zwischen Regeneration und Totalschaden sein soll?
In meinem Zustand kann ich eigentlich garnichts mehr machen und meine Psyche verkraftet das auch nicht mehr viel länger. Ich habe den Schindel jetzt seit 2 Jahren. Zwar kein Dauerschwidnel mehr, sondern "nur" bei Bewegung, aber es ist immernoch sehr schwierig zu gehen. Verbessert hat sich da garnichts, nur dass ich fast noch erblindet bin und der Tinntus mich in den Wahnsinnsinn treibt. Dazu sind dann wie beschrieben in Schüben meine Ohren ertraubt. Ich denke eigentlich nicht dass es etwas positives bewirkt hat und frage mich gerade wie lange ich noch warten muss, bis es besser wird. Weiß jemand mehr?


Walter99
Beiträge: 1
Registriert: 04.10.2011, 09:33

Ich bin neu hier in diesem Forum.

Beitragvon Walter99 » 04.10.2011, 10:01

Seit einiger Zeit verfolge ich mit Interesse dieses Forum. Heute ist es das erstemal, dass ich einen Beitrag schreibe. Für einige von euch vielleicht interessant.

Vor etwa zweieinhalb Jahren habe ich während der Arbeit am Schreibtisch gefühlt wie plötzlich irgendetwas in meinem Kopf durcheinander gerät. Ich war schwindlig und konnte nicht mehr gehen. Nach einigen Minuten war alles vorbei, ist aber nach einer viertel Stunde noch stärker wieder gekommen. Im Krankenhaus die Diagnose - neuronitis vestibularis. Nach einer Woche mit Kortison Schockteraphie wurde ich entlassen mit dem Hinweis, dass sich der Körper an die fehlerhaften Informationen gewöhnen wird und der Schwindel, falls er nicht ganz aufhört, zumindest geringer wird.

Trotz Übungen ist der Drehschwindel noch immer vorhanden. Es ist zwar viel besser, aber im Kopf dreht es sich immer noch.

Ein Jahr später musste ich wegen einer Operation ins Krankenhaus. Nach vier Wochen (ich war insgesammt 2 Monate im Krankenhaus), war der Schwindel plötzlich weg. Richtig weg, ohne Tinitus, mit klarem Blick und der Möglichkeit beim gehen den Kopf zu drehen.

Die Freude war groß aber begrenzt, den nach einigen Wochen daheim fing es langsam wieder an.

9 Monate später war ich wieder im Krankenhaus, diesmal wegen einer neuen Hüfte. Operation war in Ordnung und währen der Reha wieder das gleiche. Der Schwindel war plötzlich weg und ist erst wieder gekommen als ich im Alltagsleben war.

Für mich ist es klar, es gibt etwas gegen den Schwindel, aber ich kann und mag nicht täglich stundenlang liegen, dass ist ja auch keine Lebensqualität. Den Stress vermeide ich soweit es geht und kann damit ganz gut leben.

Vieleicht kann jemand daraus für sich einen Vorteil ziehen.

Mit vielen Grüße
ein Neuling


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