Meine Schwindelgeschichte -vorsicht lang!-

Schwindel unklarer Genese

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motte0384
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Meine Schwindelgeschichte -vorsicht lang!-

Beitrag: #25849 motte0384
19.03.2011, 12:18

Hallo!

Ich möchte auch mal meine „Schwindelgeschichte“ erzählen und hoffe, dass ich damit vielleicht anderen Usern helfen kann, die momentan in derselben Situation sind und nicht mehr weiter wissen. Und auch ich hoffe auf hilfreiche Tipps von Usern die das alles schon hinter sich haben :-)

Alles fing damit an das mir vor ca. einem Jahr, während der Autofahrt plötzlich extrem schwindelig wurde. Ich dachte mir nur „gut kann mal vorkommen“ und war fertig damit. Den Rest des Tages war auch alles gut, bis zum Folgetag. Mir war so schwindelig das ich schon richtig Panik bekommen habe. Bin auch sofort zum Hausarzt gegangen. EKG war in Ordnung, nur der Blutdruck war sehr niedrig (war schon immer so) habe und hat mir Tropfen verschrieben. Sport sollte ich treiben und bloß viel trinken. Ich befolgte seinen Rat und hoffte vergebens aus eine Besserung. Natürlich ich wieder zu ihm gegangen, und er gab mir Tabletten die gegen Hohen Blutdruck sind, aber als Nebenwirkung eine erhöhende Wirkung haben. Ja und die setzte auch prompt ein, und zwar so stark das ich dachte ich müsste sterben. Ich rief an und schilderte unter heulen mein Problem, er schickte mich sofort ins Krankenhaus. Dort blieb ich dann eine ganze Woche, untersucht wurde ich vom Neurologen und vom HNO, ein MRT wurde gemacht, Blut wurde untersucht und regelmäßig der Blutdruck gemessen. Der Blutdruck war –wie immer- niedrig, der Rest alles ohne Befund.
Der behandelnde Arzt sagte mir nur „Sie haben nichts, es werden wohl psychosomatische Störungen sein“.

Zuhause dachte ich mir so ein Quatsch! Habe dann vorgenommen zum Orthopäden zu gehen.
Ja er verschrieb mir eine Wasserbettmassage, das machte es aber nur schlimmer. Es warm Sommer und das Bett auf 35 Grad temperiert und diese Vibrationen taten mir auch nicht besonders gut.

Dann dachte ich ok…vielleicht hat der Doc aus dem KH ja recht. Ich bin zu einer neurologisch/psychologischen Praxis gegangen und der Verdacht des Arztes im KH wurde prompt bestätigt. Ich bekam Anti-Depressiva und ein Mittel gegen Schwindelgefühle.

Ich lebte einige Zeit damit, mal war mein Zustand besser, mal schlechter. Ich dachte mir dass es einen Grund geben muss. Ich habe nie was von Homöopathie gehalten, aber ich dachte mir vielleicht ist das der letzte Weg, zu verlieren hatte ich eh nichts mehr.

Ja ich bin dann zu einer sehr netten Homöopathin gegangen und habe ihr meine Leidensgeschichte berichtet. Sie hört sich alles an, kam zu mir und griff mir in den Nacken und sagte „ist ja auch kein Wunder, Ihr Nacken ist knochenhart“, sie spritzte mir ein Mittel in den Nacken und in die Schultern und verschrieb mir ein Homöopathisches Mittel gegen Schwindel. Und siehe da! Es funktionierte! Leider musste ich nach zwei Wochen wieder zum spritzen, war mir aber recht, es ging mir ja schließlich wieder gut! Als ich zum dritten mal bei ihr war, sagte sie mir dass sie mir nicht ständig Spritzen geben kann. Ich sollte es auch noch mal mit Physiotherapie versuchen.

Mein Zustand hat sich zwar gebessert, aber so ganz das gelbe vom Ei war es dann doch nicht.
Bis eine gute Freundin mir riet mal zum Chiropraktiker zu gehen. Erst war ich nicht so überzeugt dass das helfen könnte. Aber das dachte ich ja auch über die Homöopathie. Also ging ich hin. Das Resultat war das zwei Wirbel nicht richtig drin saßen, die Beckenschalen schief standen und das einer von zwei Knochen im Bereich des Hinterkopfes, tiefer stand wie der andere. Und es ging mir von diesem Tag an wieder gut! Der Termin beim Chiropraktiker ist jetzt gut 5 Monate her, gestern bekam ich wieder einen Schwindelanfall. Allerdings ist es dieses mal anders gewesen. Ich konnte den Kopf nicht vor oder zurück beugen ohne das der Schwindel schlimmer wurde. Als ich ins Bett ging, wurde mir schwindelig wenn ich mich auf die Seite gelegt habe. Demnach lag ich fast die ganze Nacht auf dem Rücken (aua).
Den nächsten Termin beim Chiropraktiker habe ich am Montag und hoffe das sich die Sache dann erstmal wieder geklärt hat.

Ich danke Euch für das Interesse an meiner Geschichte und wünsche Euch ein schönes –hoffentlich schwindelfreies- Wochenende. Alles Gute!

Haensel
Beiträge: 1
Registriert: 22.03.2011, 21:51

Psychogener Schwindel?

Beitrag: #25857 Haensel
22.03.2011, 22:16

Hallo motte!

Das hört sich schon sehr umfangreich an. Du scheinst ja so ziemlich alles durchgetestet zu haben. Dein Hauptproblem ist wie du ja schreibst ist ja der Schwindel an sich; aber, ist der mit anderen Symptomen verbunden? Irgendwo schmerzen? Beklemmungen? Bei mir war der Schwindel zum Beispiel immer mit kompletten Kreislaufabsackern verbunden. Die Angst dabei plötzlich mal ohnmächtig zu werden hat mich nach einer Weile bald mehr belastet als der Schwindel. Ich bin kein Arzt und medizinischen Rat kannst Du hier ja auch nicht erwarten. Du scheinst ja auch alle körperlichen Gründe genannt zu haben, die Schuld sein könnten. Was ist mit seelischen Dingen? Es gibt da so eine nette Geschichte, die sich "psychogener Schwindel" nennt. Auch sowas gibt's. Kannste ja mal googlen vielleicht erkennst Du ja einige Dinge in Dir wieder. (z.B. bei neurologen-und-psychiater-im-netz.de)

Was ich dir nur aus Erfahrung raten möchte; schliesse keine Ursache aus, nur weil sie dir abwegig erscheint. Wenn du einen vernünftigen Arzt hast, wird den jeder Aspekt deiner Krankheit, also alle Symptome interessieren. Denn im schlimmsten Fall geht die Behandlung unter den falschen Voraussetzungen in die falsche Richtung. Ich weiss, wie es ist, jahrelang ein Medikament und einer Behandlung nach der anderen durchzuprobieren. Ich kann dir nur wünschen, dass Du mehr und schneller Erfolg hast.

Alles Gute.


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