Schwindel seit einem Jahr (keine Diagnose)

Schwindel unklarer Genese

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nowitzki41
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Schwindel seit einem Jahr (keine Diagnose)

Beitrag: #26812 nowitzki41
03.09.2011, 14:07

Hallo zusammen,
ich bin 20 Jahre alt und leide seit einem Jahr unter Schwindel. Meine Lebensqualität wird dadurch sehr stark beeinträchtigt. Mich würde es sehr freuen wenn mir jemand eine Lösung anbieten könnte (bitte keine Mitleidsbekundungen).
Zu meinem Krankheitsverlauf:
Im September letzten Jahres habe ich während eines Praktikums (ich bin Student) einige 5 Kilo Kisten von Punkt A zu Punkt B getragen. Dabei bin ich für jedes einzelne Päckchen keine 3 Meter gelaufen. Plötzlich habe ich einen Schwindel bemerkt. Habe mir dabei zuerst nichts gedacht. Dann bin ich in einen Fahrschuhl eingestiegen, aus dem Fahrstuhl ausgestiegen und habe gedacht ich würde immer noch im Fahrstuhl sein als ich weiterlief. Es fühlte sich so an als liefe ich auf einem Trampolin (eine Art Liftschwindel mit Schwankschwindel)Ein starker Liftschwindel konnte ich beim gehen spüren. Dazu kam außerdem, dass ich in mein Zimmer blickte, welches nach meiner Wahrnehmung zur Seite kippte (zu welcher kann ich nicht mehr ganau sagen). Als ich mich hinsetzte konnte ich keinen Schwindel mehr spüren, nur wenn ich auf meinen Beinen war. Dies ging zwei weitere Tage so bis ich eines abend aufgrund des starken Schwindels erbrach. Außerdem konnte ich den Schwindel bei jeder Bewegung vernehmen. Egal ob im Stehen im Sitzen oder liegen Glücklicherweise geschah dies am letzten Tag meines Praktikums. Nach dem Wochenende ging ich sofort zum Arzt. Ich schilderte ihm meine Symptome und er stellte Flüssigkeit im Ohr fest (ich war verwundert, dass der Schwindel nichts mit dem orthopädischen zu tun haben sollte, die Art des Schwindel so eine Bekannte die auch Ärztin ist) meinte jedoch auch, dass aufgrund der Symptomatik sie auf eine Störung des Gleichgewichtsorgan tippen würde). Der Arzt verschrieb mir Tabletten, die allerdings keine Wirkung zeigten. Er verschrieb mir stärkere Medikamente auch ohne Wirkung, sodass ich zum HNO überwisen wurde. Der konnte keine Flüssigkeit im Ohr feststellen und die Untersuchung des Gleichgewichtsorgan waren auch alle negativ. Er sagte ich sollte mal meine Wirbelsäule überprüfen lasse. Gesagt, getan. Ich ging zu meinem Physio, der Blockaden In HWS, BWS und LWS feststellte. Nach drei Anwendungen dachte ich HURRA, DER SCHWINDEL ist weg. Drei Tage in etwa lebte ich schwindelfrei. Dann ging ich in die Apfelernte. Plötzlich trat der Schwindel wieder auf. Ich ging noch einaml zum Physio, dessen Anwednungen liefen jedoch aus meiner Sicht ins Leere, keine Wirkung mehr. Ich ging zum Orthopäden, der stellte eine Blockade des Atlas fest. Renkte mir den Atlas ein, keine Besserung. Ich ging noch einmal zu ihm, erstellte wieder eine Atlasblockade fest, renkte wieder ein, keine Besserung. Mein Hausarzt überwies mich zum Neurologen. Der machte ein EEG, unauffällig. Ich wechselte den Orthopäthen. Ging zu einem renomierten Orthopäthen. Er stellte eine Beckenblockade fest. Als ich seine Praxis verlies dachte ich für einen Moment HEY DER SCHWINDEL IST WEG. Pustekuchen, nach einer nDreiviertelstunde bemerkte ich ihn wieder. Ich lebte mit meinem Schwindel so bis zum Januar diesen Jahres, dann konnte ich nicht mehr. Ich wurde stationär in eine Schwindelklinik überwiesen. Alle Untersuchungen ausnahmslos negativ. Sie stellten einzig fest, dass wenn ich stehe eine größere Belastung auf meinem linken als auf meinem rechten Fuß ist. Ferner stehe ich auf einer Schaumstoffmatratze besser als auf normalem Boden. (für mich absolut nicht nachvollziehbar). Vermekrt wurde auch, dass ich einen schwankenden Blutdruck habe (im Schnitt 130/80). Herzecho war i.O.
Diagnose Krankenhaus (Schwindelklinik): phobischer Schwankschwindel...mit Sport würde ich das in den Griff bekommen so der Arzt.
Ich bekomm es jedoch nicht in den Griff damit. Komischerwiese spüre ich überhaupt keinen Schwindel, wenn ich Rad fahre, Schwimme oder schnell renne.
Mein Hausarzt beantragte Psychotherapie (wegen des phobischen Schwankschwindels)....auch das zeigt überhaupt keine Wirkung. Mein Therapeuth sagt ich soll mich nicht so auf den Schwindel fixieren. Meiner Meinung nach is das Quatsch, denn wie soll ich mich denn darauf nicht fixieren wenn er mich tagtäglich quält fertig macht.....ich ihn die ganze zeit merke vorallem wenn ich auf meinen Füßen stehe.
Die aktuelle Situation stellt sich wie folgt dar:
Ich leider sehr stark unter dem Schwindel. In erster Linie spüre ich ihn wenn ich langsam gehe oder wenn ich stehe und mein Gleichgewicht von Fuss zu Fuss verlagere. Es fühlt sich beim Gehen an als ob ich auf einem Trampolin gehen würde und ich vor meinem Körper eine kleine Wanne mit Wasser drinnen tragen würde (so kann man sich das ganze am besten vorstellen). Auch im Sitzen spüre ich den Schwindel wieder. woebei ich hier glaube, dass das nur eine Übersensibilität des gnazen ist. Mein Physio, denn ich mittleweile gewechselt habe ist ratlos. Er meint zwar dass das ganze irgendwie neurologisch oder orthostatisch bedingt ist aber er kann sichs nicht erklären. Die Psychotherapie hat irgenwie keinen Sinn. Hier wird nicht versucht den Schwindel zu bekämpfen sondern ihn zu akzeptieren (unmöglich, meiner Meinung nach).
Was ich glaube:
Nach meiner ganzen beschreibung glaube ich nach wie vor das der Schwindel von meiner Wirbelsäule herrührt, auch wenn es durch Anwendungen des Physios und auch einemal durch einen Heilpraktiker nichts gebracht hat. Mein Gleichgewichtssystem ist i.O., was auch die Tests im Krankenhaus bewisen haben. Ich will an dieser Stelle noch vermerken, dass ich über zwei Meter groß bin, und ich oft kleiner Probleme mit meiner Wirbelsäule habe (Verspannungen, Schmerzen).

Ich weiß aber ehrlich gesagt nicht mehr weiter. Wenn jemand einen konstruktiven vorschlag hat wie ich aus diese Situation rauskomme bitte ich ihn mir Bescheid zu geben. Ich habe immer noch ein Fünkchen Hoffnung auch wenn ich mit meinem Kräften am Ende bin.

Liebe Grüße nowitzki41

nowitzki41
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Beitrag: #26969 nowitzki41
23.09.2011, 11:04

Hat niemand eine Idee?

rio
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Beitrag: #26973 rio
23.09.2011, 12:49

Häng dich mal an die anderen (passenden) Threads dran (mit Verweis auf dein eigenes Thema). Wer Benachrichtigung eingestellt hat, bekommt dann einen Hinweis und antwortet vielleicht eher.
Tschüß Atomstrom, es lebe Ökostrom! Durch Lieferantenwechsel bei Strom und Gas Geld sparen.

Michi71069
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Hallo

Beitrag: #27015 Michi71069
01.10.2011, 19:07

Hallo,

tja ich denke auch das die HWS/BWS das Problem ist, wenn ich
deinen Beitrag lese. Alternativ würde ich auch nochmal einen
Fructose/Lactose Test machen lassen.

Gruss Micha

Tom
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schwindel

Beitrag: #27335 Tom
19.11.2011, 09:28

Hallo, was für Symptome hast du denn noch? ich habe einen schwindel seit 6 Jahren, fing spontan an, Schwankschwindel, abgeschlagenheit..
mittlerweile ist der schwindel eher weniger gewörden, nur habe ich eine oszillopsie.
kennst du das auch?
leider retten sich ärzte immer in die verlegenheitsdiagnose psychisch bedingt , wenn sie keine ahnung haben...
gib nicht auf, suche weiter.
hattest du infekte im Vorfeld??
lg
tom

nowitzki41
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Re: schwindel

Beitrag: #27364 nowitzki41
24.11.2011, 09:53

Tom hat geschrieben:Hallo, was für Symptome hast du denn noch? ich habe einen schwindel seit 6 Jahren, fing spontan an, Schwankschwindel, abgeschlagenheit..
mittlerweile ist der schwindel eher weniger gewörden, nur habe ich eine oszillopsie.
kennst du das auch?
leider retten sich ärzte immer in die verlegenheitsdiagnose psychisch bedingt , wenn sie keine ahnung haben...
gib nicht auf, suche weiter.
hattest du infekte im Vorfeld??
lg
tom


Symptome:
Ich wache morgens auf und habe nichts. Ich stehe auf und merk sobald ich 2,3 Schritte gegangen bin wie es anfängt zu schwanken/wie ich "Fahrstuhl fahre". Im Sitzen habe ich manchmal auch Probleme nur nicht im Liegen. Wie hast du das mit deiner Krankheit festgestellt? Hast du auch den Schwindel wenn deine Augen zu sind und du läufst?
Langsam wirds echt unannnhembar...

Lg nowitzki41

doremi80
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Beitrag: #27366 doremi80
24.11.2011, 12:52

Hallo,
ich kann da gut mitreden .
Bei mir hat es im Januar angefangen, dachte erst ich habe mich erkältet da ich zu dem Zeitpunkt auch noch Gliederschmerzen hatte.
Bei mir fängt der Schwindel schon beim Aufwachen an(morgens ist es eh besonders schlimm).
Nach dem Frühstück ist mir dazu immer noch schlagartig übel und Gleichgewichtsstörungen sowie Durchfall.
Aus der ganzen Sache haben sich bei mir Herzrythmusstörungen entwickelt , die mit einer Aplation behoben wurden, der Schwindel und alles ist geblieben.
Ich habe einen Schwindeltest beim HNO gemacht, Augenbewegung wie bei Starken Schwindel ist da , aber keine Ursache findbar, mein Blutdruck ist top, meine Schilddrüsen auch.
Habe komplette Blockkaden laut Orth. die auch mit Massagen , Sport usw behoben wurden.
Kann mittlerweile seit 3 Monaten nicht mehr arbeiten , nichts mehr mit meinen Kids unternehmen , selbst ein Einkauf oder nur die Kids von der Schule holen ist der Horror.
Hoffe, dass irgendwer noch ein Tipp hat.
Liebe Grüße

Tom
Beiträge: 71
Registriert: 22.06.2006, 13:07

schwindel

Beitrag: #27371 Tom
24.11.2011, 18:55

Hallo, mein schwindel fing auch ganz spontan an mit einer Erkältung...
ich fühlte mich schlagartig total abgeschlagen,
mittlerweilt gehe ich von cfs aus, mein arzt auch. , das die erschöpfungsproblematik seit jahrern anhält. ursache ist unklar...
lg

nowitzki41
Beiträge: 14
Registriert: 03.09.2011, 12:43

Beitrag: #27373 nowitzki41
24.11.2011, 20:04

Bei mir war es definitiv keine Erkältung. Mein HA hat festgestellt, dass ich Wasser im Ohr habe, ich warf eine Woche später beim HNO, der hat nichts dergleichen mehr feststelln können. Einserseits würde das für eine Schädigung des Gleichgewichtsorgabn sprechen. Es spricht aber vieles dagegen. Bspw. die Untersuchungen in der Schwindelklinik (Diagnose=phobischer Schweankschwindel). Zudem ging das ganze beim Heben von kleinen Kisten los also, meines Erachtens von physischer, genauer gesagt orthopädischer Natur...zudem bin ich ja auch über 2 Meter groß wobei ich immer wieder mit Kreuzschmerzen zu kämpfen habe.
Nachdem jetzt aber alles nicht gebracht hat seitens orthopädischer Anwednungen (Massage, KG, Osteopath), Psychologe (halbes Jahr...Verbesserung 0) Gleichgewichtsorgan (wie oben beschreiben), Zahnarzt, Kieferorthopäde und und und verzweifle ich echt imer mehr und mehr, was das ganze noch schlimmer macht. Ich weiß es is nicht gut sich imnmer mehr zurückzuziehen, sich immer mehr mit dem Schwindel (der von mir nur als Schwindel bezeichnet wird aber eigentlich was ganz anderes darstellt) auseinanderzusetzen und über sei Leid zu klagen aber ich bin ehrlich gesagt am Boden zerstört, weil kein Fünkchen Hoffnung mehr da ist und ich so nicht weitermachen kann. Ich klammer mich zurzeit an kleinen Strohhälmchen fest von denen ich hoffe dass sie mir endlich helfen den Scheiß zu eliminieren....ich bin 20, sollte eigentlich noch mein ganzes Leben vor mir haben, aber so macht es auch keinen Spaß. Ich habe mir geschworen, dass ich stärker aus der Krankheit hervorgehe mittlerwile frage ich mich aber ob ich jemals wieder daraus hervorgehe oder ob der Schwindel für immer und ewig mein Begleiter sein wird, was ich mir nicht ausmalen kann und will. Ich werde weiterkämpfen auch wenn ich zum Teil daran zugrunde gehen werde, ich will den Mist endlich inb den Griff bekommen und ein angenehmes Leben führen. Sorry für den sentimetalen Auswurf aber das hat jetzt sein müssen.

Grüße nowitzki41


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