Vestib.Ausfall rechts angeblich weg - Schwindel nicht

Schwindel unklarer Genese

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Schwindlerin
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Vestib.Ausfall rechts angeblich weg - Schwindel nicht

Beitrag: #36369 Schwindlerin
08.11.2016, 19:57

Hallo und jetzt schon danke fürs Lesen!
Vor ca zwei Wochen wurde mir von jetzt auf gleich schwindlig, als ich mich im Bett umdrehte. Seitdem ist mir dauerschwindelig und ich hab Druck auf dem betroffenen Ohr.

War zunächst beim Hausarzt, der etwas Neurologisches für unwahrscheinlich hält. Dann beim Hno:
- kein Hinweis auf Kristalle im Ohr
- keine messbare Hörminderung
- aber: der Gleichgewichtssinn rechts war komplett ausgefallen

Ich habe dann hochdosiertes Kortison bekommen. Leider ohne Erfolg. Also war ich gestern erneut beim Hno. Dort wurden alle Tests wiederholt.Ergebnis: das Gleichgewichtsorgan arbeitet wieder 1a. Die Beschwerden sind aber unverändert. Eine Erklärung hat der hno nicht, nur den Hinweis, dass ich noch ein MRT machen kann. Hat einer von euch eine Erklärung und kann mir helfen? Bitte ::)

Vielen Dank!

Alex.80
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Beitrag: #36382 Alex.80
11.11.2016, 14:56

Das klingt so als hat der HNO eine Neuritis Vestibularis diagnostiziert und gleich mit der Standardtherapie begonnen. Wie wurde denn der Gleichgewichtssinn gemessen. Über kalorische Prüfung ?

Falls die Beschwerden nicht weggehen wird dann früher oder später empfohlen Gleichgewichtsübungen zu machen. Angeblich sind die verordneten Übungen nicht wirkungsvoller als die die man nach Anleitung selbst machen kann.

Ein MRT würde ich aber trotzdem machen lassen. Da könnte man z.B. einen Tumor im Kleinhirn oder Ohr sichtbar machen bzw. andere Ursachen feststellen. Zum Ausschluß und zur Beruhigung ist das sicher gut.

Schwindlerin
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Beitrag: #36389 Schwindlerin
13.11.2016, 15:07

Hallo Alex,

danke für deine Antwort!
Ja genau, neuritis vestibularis lautet die Verdachtsdiagnose.
Zunächst wurde diese kalorische Prüfung gemacht, die mussten sie aber abbrechen, weill mir zu schwindelig war. Mein Glück: Ein Freund von mir ist HNO-Arzt, der hat einen alternativen Test gemacht, den man eigentlich privat zahlen müssen. Die Untersuchung heißt VEMP. Diese Untersuchung ergab dann den kompletten Ausfall des Organs.

Was ich nicht verstehe: Als eine Woche später die gleiche Untersuchung gemacht wurde, reagierte das Gleichtgewichtsorgan wieder einwandfrei. Aber trotzdem sind die Beschwerden noch da. Ist das plausibel? Kann es sein, dass ein solcher Ausfall noch "nachhängt"???

Gegen die n. vestibularis spricht in meinen Augen auch, dass es kein Drehschwindel ist, den ich habe, sondern eher ein permanenter Schwankschwindel. Die Beschreibungn der n. vestibularis klingen für mich viel drastischer, mit Dauererbrechen, Krankenhaus usw. Das hatte ich alles nicht, vielmehr ist es ein dauerhafter Schwankschwindel, der zwar stark ist, aber nicht so, dass ich erbrechen muss.

Nächste Woche geht es ins MRT ...

Liebe Grüße

Schwindlerin

Alex.80
Beiträge: 58
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Beitrag: #36393 Alex.80
14.11.2016, 14:59

Also die chronische Form wird auch schon als Schwankschwindel klassifiziert bei neuritis vestibularis. Habe selbst eine chronifizierte Form davon (so zumindest die Diagnose), bei mir ist es allerdings erst nach mehreren Monaten in eine Schwankschwindel-Form übergegangen (mit Anfällen von Drehschwindel zwischendurch). Die kalorische Prüfung war bei mir auch beim Schwankschwindel auffällig. Bei einem Komplettausfall wäre eigentlich schon starker Drehschwindel da so meine Erfahrung.

Was sein kann ist dass das Gleichgewichtszentrum komplett ausgefallen war (Drehschwindel), sich wieder regeneriert hat und der Schwankschwindel jetzt andere sekundäre Ursachen hat. Bei der chronifizierten Form macht man dann Schwindelübungen und trainiert das Kleinhirn. Zumindest der HNO wird sowas dann früher oder später vorschlagen. Theoretisch kann auch eine starke Muskelverspannung im Sternocleidomastoideus Schwankschwindel erzeugen. Die werden durch einen Drehschwindel von jetzt auf gleich knüppelhart und bleiben das dann auch erstmal meiner Erfahrung nach.


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