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Kopfschmerzen Warnsignal des Körpers - Migräne

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kirali
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Registriert: 15.06.2009, 00:18

schmerzen

Beitrag: #22008 kirali
15.06.2009, 00:22

meine geschichte:
Von 14-16 Jahren hatte ich eine ziemlich schwere Zeit wegen meiner psychischkranken Mutter(manisch-depressiv).
Bin dann mit meinem Vater zusammengezogen.
Ein halbes Jahr später, kamen die ersten Symptome; die mich bis zum heutigen Tage begleiten:

Im Alter von ca. 16 bekam ich starke Schmerzen im Genitalbereich (Blasenschmerzen),
Verdacht auf Blasenentzündung bei den Ärzten,
ich bekam Antibiotika aber nichts half.
In der Früh waren die Schmerzen am Schlimmsten, oder immer wenn die Blase voll war. Schmerzen auch beim Sexualverkehr (also kaum möglich).
Ich hatte ein ständiges Brennen.
Alle möglichen Untersuchen waren ohne Befunde.
Im Krankenhaus hatte ein Arzt den Verdacht, dass ich die Schmerzen hatte wegen meiner Harnröhre und meinem noch halb bestehenden Jungfernhäutchen.
Er operierte: Erweiterung der Harnröhre und Entfernung des Jungfernhäutchen.
Trotzdem danach weiterhin höllische Schmerzen und keinerlei Verbesserung.
Sogar teilweise noch schlimmer.

Andere Formen der Medizin probierte ich aus:
Homöopathie, Chinesiologie, Akupunktur und Osteopathie.

Kein Erfolg.

Nach 2 Jahren ständigem Schmerz, jeden Tag, entdeckte ich, dass mir nicht die Blase wehtat sondern der Knochen.
Es wurde geröntgt und ich bekam endlich eine Diagnose:
Symphisitis (Schambeinentzündung).
Aber es gab keinerlei Therapiemöglichkeiten außer eben Homöopathie und all das was ich eben schon versucht hatte.

Andere Symptome folgten.

Waren die „Blasenschmerzen“ nicht so stark, kamen gleich Mandelentzündungen, Vaginalpilze u.s.w.
Kein Tag verging ohne Schmerzen.

Bis ca.18 Jahren, dann wurden die Symphisitis - Schmerzen deutlich weniger, aber dafür bekam ich am unteren Steißbein ein immer größer werdendes Furunkel.
Ich musste es operativ entfernen lassen, da ich nicht mehr sitzen konnte und es sehr wehtat.
Die Wunde musste von innen nach außen verheilen, dies dauerte lange 3 Monate,
kurz nachdem es zugeheilt war, spürte ich, wie es wieder anschwoll.
Nach 4 Tagen war es größer als denn je.
Nachdem es beim Drauflegen mit enormen Schmerzen wieder geplatzt war, kam ich wieder ins Krankenhaus.
Der Arzt sagte, es war beim vorherigen Eingriff nicht alles entnommen worden.
Sie mussten bis zum Knochen alles Entfernen.
Das Zusammenheilen dauerte wieder Monate und ich habe seitdem eine sehr empfindliche, große Narbe, die bei bestimmten Bewegungen, Berührungen oder beim sitzen extrem weh tut.


Kurz danach hatte ich ziemlich viel Stress wegen schulischen Aktivitäten, die mir aber Spaß machten, also schöner Stress.
Und ich bekam während des Unterrichts starken Schwindel und ein Piepen im Ohr.
Ich kam sofort ins Krankenhaus und bekam Infusionen, aber nichts half.
Die Ärzte sagten, der Tinitus werde mir bleiben.

Im Nachhinein erfuhr ich, dass ich einen Hörsturz hatte und ich dadurch auf dem rechten Ohr weniger höre, was auch der Fall ist.
Ich bin seitdem sehr empfindlich an den Ohren und sehr schreckhaft, wenn irgendwas zu laut ist.

Noch dazu war auf einmal mein linkes Bein total taub, das über 2 Wochen lang.
Die Ärzte tippten auf Multiple Sklerose,(mein Opa erkrankte daran), was sie aber wieder verwarfen und auf einmal war es auch wieder weg.


All das hatte ich irgendwie ertragen und konnte mein Abitur schreiben und einigermaßen leben.

Nach meinem Abitur bekam ich auf einmal Kratzanfälle, beide Unterarme kratzte ich blutig, konnte nicht mehr wirklich schlafen.
Aber das ging auch wieder nach paar Wochen weg.

Alle Symptome liefen weiter, zwar nicht mehr so heftig, aber sie waren ständiger Begleiter.

Und dann kam das Symptom, was mich vollends eingenommen hat, was mich nicht mehr leben lässt, und was so extrem bis zum heutigen Tage präsent ist.

Im Alter von 21 wachte ich eines Morgens auf und alles drehte sich um mich, ich konnte nicht mal mehr aufstehen. Ich nahm eine Schmerztablette und es ging wieder einigermaßen.
3 Tage später war es genauso am Morgen nur mit dem Unterschied, dass es nicht mehr wegging.
Ich konnte mich nicht mehr rühren. Sobald ich mich nur ein bisschen bewegte, wurde mir schlecht und das Gefühl der Ohnmächtigkeit machte sich breit.
3 Tage später kam ich ins Krankenhaus. Keine Diagnose. Wie immer.
Es wurde auf die Psyche geschoben, weil sie nichts fanden und ich wurde wieder nach Hause geschickt.
Und dann begann die richtige Hölle.
Der Gang zu den verschiedensten Ärzten.
Orthopäden, Augenärzte (weil ich durch den Schwindel nur noch verschwommen sah), Krankengymnasten, Osteopathen, Kernspins, Röntgten, und wieder Akupunktur, Vitamin C - Spritzen, Schröpfen, Neuraltherapie, Feldenkreis, Elektroschocktherapie und und und, qualvoll und schmerzhaft. Ich habe eine psychosomatische Klinik aufgesucht, leider ohne Erfolg.


Zu Heilern ging ich. Alles lächerlich und vergebens.





Der Schwindel wurde insofern schwächer, dass ich mich wieder bewegen konnte,
aber nur langsam,
er verlagerte sich auf den Nacken, Schmerzen auch im Kopfbereich, so schlimm, wo mir nur zum Schreien zumute war b.z.w ist.

Es gibt Tage, da spüre ich jeden einzelnen Nerv in meinem Kopf, wie er pulsiert, ein ständiger Druck am Kopf, ich muss mich richtig anstrengen, um scharf sehen zu können.
Meine Nebenhöhlen und meine ganze Stirn sind stark blockiert und das einzige was hilft, ist, wenn ich meinen Kopf drücke.
Druck hilft seltsamerweise, genauso wie meine Schmerzen im Genitalbereich leichter wurden, wenn ich draufgedrückt habe.

Keine Schmerztablette, nichts bringt mir Erleichterung.

Ich habe auch keine Möglichkeit mich mehr zu bewegen, obwohl ich früher sehr sportlich war, dadurch habe ich viel an Gewicht zugenommen.

Mein Körper verfällt immer mehr.

Kleine Symptome kamen noch dazu wie unruhige Beine, Muskelzucken, stärkere Akne, Haarausfall, Taubheit der Beine und Hände und Schluckbeschwerden.

Ich habe keine Ausbildung, würde gern studieren.
Aber mit den täglichen Schmerzen ist mir das unmöglich.

Ich mache mittlerweile eine Psychotherapie.
Sie tut mir insofern gut, da ich über meine Schmerzen reden kann, aber die sind leider weiterhin da.

Vor 2 Monaten(Anfang 2009) hatte ich einen so schlimmen Anfall dass ich mit dem Notarzt ins Krankenhaus kam, mit so starken Schwindelsymptomen, dass ich nicht mehr gehen konnte und nur noch erbrochen habe.
Diagnose nach zahlreichen Untersuchungen war dann Multiple Sklerose, (zahlreiche Entzündungen im Kopf) was aber dann doch nicht laborgestützt war (keine MS – Werte im Liquor), sondern nur nach dem Ausschlussverfahren diagnostiziert wurde.
Und die Ärzte meinen, dass meine ständigen Schmerzen, nicht daher kommen, sondern psychischer Natur sind, aber ich glaube nicht daran.
Mir geht es langsam psychisch immer schlechter, weil mir keiner helfen kann und ich nicht weiß wie lange ich das noch aushalten muss.

Ich brauche jemanden, der mir hilft.
Der sich alle Symptome anschaut.
Der mir sagen kann, was ich habe.
Der mich gesund macht.

Mellinda

Diagnose

Beitrag: #22218 Mellinda
15.07.2009, 10:51

Hallo Kirali

heute habe ich zufällig deinen bericht gelesen, und mir blieb die spucke weg, so eine tortur, aber vielleicht habe ich eine tip für dich, ich weiß in einem solchen zustand greift man nach jedem strohhalm,
es ist nur ein vager verdacht, aber es könnte sein, dass du eine Histaminunverträglichkeit hast
ich stelle dir hier einen link rein, da kannst du mal nach den symptomen schauen, und was es mit histamin so auf sich hat,

http://www.libase.de/Forum_Histamininto ... 1hn8314ct6

oder hier

http://www.hauss.de/~upload/pages/Neue_ ... 84_8_1.asp

ein versuch ist es wert,

liebe grüsse

Mellinda


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