meralgia paraesthetica

Inguinaltunnel-Syndrom / Meralgia paraesthetica

Moderator: Moderatoren

Maus

meralgia paraesthetica

Beitrag: #428 Maus
23.07.2005, 18:05

Hallo!
Ich habe einen eingeklemmten Nerv im oberen Beckenkamm. ER verursacht Kribbeln, Sensibiltätsstörungen und einschießende Schmerzen im Oberschenkel oben und außen.

Leider wurde bisher keine Ursache für die meralgia paraesthetica gefunden.....

Hat jemand damit Erfahrungen gemacht oder ist sogar daran operiert worden?

LG, Maus :?:

tabaluga

meralgia paraesthetica

Beitrag: #457 tabaluga
09.08.2005, 19:01

Hallo,

habe gestern diese Diagnose auch bekommen - bzw. Vermutung des Neurologen, denn sicher ist er sich nicht.
Bin also auch an weiteren Erfahrungen interessiert.

LG tabaluga

Gast

Es gibt gute Medikamte

Beitrag: #480 Gast
31.08.2005, 16:10

Hallo,

durch Zufall habe ich dieses Forum gefunden und kann vielleicht weiterhelfen. Ich bin seit April 2004 an Meralgia Paraesthetica erkrankt. Bei mir konnte der Arzt die Ursache nicht feststellen. Es hat fast 1 Jahr gedauert, bis ich überhaupt einen Arzt gefunden habe, der mir helfen konnte. Ich war total verzweifelt, ging zu meiner Hausärztin, diversen Orthopäden und 2 Neurologen, die zwar Meralgia diagnostizierten, mir aber nicht helfen konnten. Im Februar 2005 kam ich dann zu einem Neurologen der auch Fachmann in der speziellen Schmerztherapie ist. Ihr werdet es nicht glauben, diesem Arzt habe ich mein Leben zu verdanken, denn meine Meralgia war schon so schlimm, daß ich weder sitzen, stehen und auch nicht mehr auf dem Rücken liegen konnte. Unter größten Schmerzen vegetierte ich auf dem Bauch liegend. Ich lag Tag und Nacht auf dem Bauch und aß auch auf dem Bauch liegend. Es war die Hölle! Völlig verzweifelt kam ich dann zu diesem Neurologen, der 13. Arzt! Er verschrieb mir Tegretal und Lyrica. Bereits nach 2 Wochen konnte ich wieder auf dem Rücken liegen. Ich bin zwar noch immer krankgeschrieben, kann aber in wenigen Wochen wieder arbeiten. Von einer Operation hat mir der Arzt übrigens abgeraten. Dies war auch nicht nötig. Ich würde mich freuen, wenn ich Euch helfen konnte.

Viele Grüße
Iris

ballibu

Beitrag: #506 ballibu
05.10.2005, 11:47

Hallo,

ich leide bereits seit 14 Jahren an einer meralgia paraesthetica an beiden Seiten. In der Zeit habe ich sehr viele verschiedene Ärzte aufgesucht und wurde in den letzten 5 Jahren 5 mal operiert. Es ist eigentlich mit jeder Operation schlechter geworden und es sind zusätzlich Narbenschmerzen hinzu gekommen. Ich persönlich kann daher von Operationen nur abraten. Es hat aber auch einige Patienten gegeben bei denen sich nach einer OP der Schmerz erheblich veringert hat. Es kommt wohl auf die Klinik bzw. den Arzt an. Die bekannteste Klinik für Eingriffe an peripheren Nerven ist die Nerochirurgie der Uni Klinik Ulm in Günzburg.
Ich kann leider die ganzen wirksamen Medikamente wie Lyrica, Nerontin etc. nicht vertragen und kann Euch daher nur raten frühzeitig zu einem guten Schmerztherapeuten zu gehen. Er kann durch gezielte Injektion mit einem Lokalanästhetikum im Bereich der Leiste eine Blokade des Nerven erzielen. Durch wiederholte Injektionen hat man gute Chancen den Schmerz zu lindern oder ganz los zu werden. Lasst ihn nicht chronisch werden. Wer noch fragen hat, ich kann sicher viel dazu beitragen.
LG ballibu

Gast

Beitrag: #513 Gast
09.10.2005, 15:18

Auch bei mir wurde vor Jahren diese Diagnose gestellt. Seitdem ich nicht mehr in Hockstellung arbeite, z.B. im Garten, sind die Schmerzen komplett verschwunden. Wenn sie dann doch noch einmal leicht auftreten, dann habe ich mal wieder in der Hockstellung gearbeitet. Ich arbeite nur noch auf den Knien sitzend, damit geht es, und die Schmerzen sind verschwunden.
Man sollte also vor Allem seine Bewegungen genauestens überprüfen, ob man da nicht etwas ändern könnte.

Iris1956

Hilfe bei Unverträglichkeiten von Medikamenten

Beitrag: #536 Iris1956
13.10.2005, 14:22

Hallo ballibu,

mein Arzt (Neurologe und Schmerztherapeut) hat mich vor Operationen gewarnt. Er meinte z.B., wenn man den Nerv durchtrennt, würde man später noch schlimmere Schmerzen bekommen. Lyrica konnte ich übrigens ganz plötzlich auch nicht mehr vertragen. Ich bekam rote Flecken im Gesicht und eine taube Unterlippe. Durch Zufall habe ich erfahren, daß man die Unverträglichkeit durch einen Teller Haferflockensuppe, den man vor Einnahme isst, ausschalten kann. Ich war sehr skeptisch, habe es aber trotzdem mit Erfolg versucht. Seitdem kann ich Lyrica wieder ohne Probleme einnehmen. Leider hatten die Medikamente aber seit einem Rückfall während einer Kur nicht mehr die Wirkung wie zuvor. Ich war kurz davor meinen Arbeitsplatz zu verlieren, weil ich fast 1 Jahr krank war. Wie der Zufall es wollte, erfuhr ich dann von speziellen Tropfen, die in der Alten Rats-Apotheke in Winsen/Luhe nach der Rezeptur vom Schäfer Ast hergestellt werden. Es sind Tropfen für Neuralgien und Lähmungen, H-Tropfen genannt. Die Apotheke verschickt die Tropfen übrigens nach ganz Deutschland. Seitdem ich diese Tropfen zusätzlich zu meinen Medikamenten einnehme, geht es mir täglich besser. Bereits nach dem 4. Tag habe ich eine leichte Besserung verspürt. Es ist für mich wie ein Wunder.

Liebe Grüße von
Iris :D :D :D

Gero Schorm
Beiträge: 1
Registriert: 18.09.2007, 07:44

Re: meralgia paraesthetica

Beitrag: #15422 Gero Schorm
18.09.2007, 14:19

Maus hat geschrieben:Hallo!
Ich habe einen eingeklemmten Nerv im oberen Beckenkamm. ER verursacht Kribbeln, Sensibiltätsstörungen und einschießende Schmerzen im Oberschenkel oben und außen.

Leider wurde bisher keine Ursache für die meralgia paraesthetica gefunden.....

Hat jemand damit Erfahrungen gemacht oder ist sogar daran operiert worden?

LG, Maus :?:

Hallo
Schau mal unter www.schmerz.com rein, da wird eine Behandlung beschrieben die mir sehr gut geholfen hat.

DarthVader
Beiträge: 1
Registriert: 06.03.2011, 22:00

Beitrag: #25808 DarthVader
06.03.2011, 22:15

Kurz zur Vorgeschichte.

Schon vor einigen Jahren hab ich versucht durch schnelles Walken Gewicht zu verlieren. Das gelang anfangs ganz gut, doch irgendwann hatte ich einen einmaligen Schmerz in der Lendenwirbelgegend und späteres Taubheitsgefühl im Oberschenkel. Ich war beim Orthopäden, dieser war sofort auf Bandscheibe aus und wurde dementsprechend mit Kernspin untersucht. Wurde aber nichts gefunden. Jedesmal sprach mich der Arzt an mit:"Was machen die Schmerzen", doch ich hatte gar keine Schmerzen. Lediglich der linke Oberschenkel hatte ein Taubheitsgefühl. Dem Arzt schien das wenig zu interessieren. Ich wurde erst mit Schmerzmitteln "infusioniert" und dann gab´s Akupunktur.

Natürlich hab ich das Walken wieder sein gelassen (Sport ist ja Mord) und mich wieder meinem Job gewidmet. Viel sitzen, wenig Bewegung, trotzdem haben sich diese Oberschenkelausfälle nur selten bemerkbar gemacht. Langes stehen war seither überhaupt nicht mehr möglich. Es fühlte sich an, als würde mir jemand nach ner Zeit die Oberschenkelaußenseite anzünden. Auch als ich mal 3 Tage in einem Praktikum in einem Laden stehend arbeiten musste, war das die absolute Hölle für mich. Sitzen brachte aber jederzeit Linderung.

Ich hab mir dann einfach eingeredet, dass ich´s nicht gewohnt wäre, bis vor 2 Wochen. Ich trug einige schwere Bretter in den 2.Stock meines Wohnhauses, bin also mehrfach mit schwerem Gewicht nach oben gelaufen. Hinzu kommt mein eigenes Gewicht, ich wiege bei 1.71 derzeit 108kg. Seit diesem Zeitpunkt hatte ich dann wieder die Oberschenkelgefühlsausfälle und wiedermal danach gegoogelt und dann auf diese Krankheit gestossen. Von großen Schmerzen kann ich nicht sprechen, aber dieses unangenehme Kribbeln und brennen ist wieder da. Und nun muss ich wohl erkennen, dass mein Orthopäde mich damals einfach zu einem Neurologen hätte weiterschicken sollen und das Problem wäre vielleicht längst behoben worden.

Morgen habe ich nun einen Termin bei meinem Hausarzt und werde ihm die Sachlage mal erläutern und um eine Überweisung zu einem Neurologen bitten.

Meine Frage ist nun, wie stellt dieser Arzt denn nun Meralgia paraesthetica fest, bzw. wie stellt er fest, dass es diese Krankheit vielleicht doch nicht ist? Einerseits passen die Symptome sehr gut, andererseits klagen viele anscheinend über große Schmerzen. Zur Risikogruppe zähle ich mit Sicherheit, Übergewicht, überwiegend sitzende Tätigkeit im Büro und wenn Bewegung, dann sichtlich falsch. Da schliesst sich gleich noch eine Frage an, welche Sportart ist denn nun gut bzw. nicht schädigend dafür? Anscheinend hab ich mir das damals mit dem Walken mit etwas mehr Gewicht erst richtig zugezogen, denn da fingen die Probleme an. Ich würde gerne 20-30kg abnehmen, damit wäre das Problem vielleicht hinfällig, nur mit wenig Nahrung oder Ernährungsumstellung nehm ich nicht ab. Ich esse mittlerweile sehr gesund und zu festen Zeiten, aber ich brauche den Sport dafür.

Hoffe ich konnte diesem Thema nach all der Zeit wieder etwas Leben einhauchen und freu mich auf Eure Reaktionen :wink:

Steric
Beiträge: 1
Registriert: 05.02.2020, 22:31

Re: meralgia paraesthetica

Beitrag: #39029 Steric
05.02.2020, 22:40

Hallo
Ich hoffe mich kann jemand lesen ! Habe mich gerade neu angemeldet .
Ich habe eine frage ... ich wurde vor 8 Tagen wegen meiner meralgia paraesthetica operiert und mir geht es sooooo schlecht jetzt. Der nerv ist freigelegt worden nicht durchtrennt!
Mein Oberschenkel ist von der Leiste bis zum Knie einfach IMMER TAUB seit der op !
Vorher war es immer nur wenn ich stand oder lief knapp überm Knie kribbelig! Aber seit der op ist es einfach nur noch taub ... ich spüre nichts , nicht mal nen Eiswürfel auf dem Bein! Ich hab einfach nur noch Angst das es für immer so bleibt ! Hatte jemand eine op und kann mir sagen wie es bei ihm war ?

Lg Steffi

Udo
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Re: meralgia paraesthetica

Beitrag: #39030 Udo
06.02.2020, 00:23

Hallo Steffi, ich habe zwar in der Beziehung nichts, aber auch teilweise mit den Nerven zu kämpfen, Polyneurophatie. An Deiner Stelle würde ich A, erstens noch einmal den Arzt aufsuchen, und B, ich glaube, das solche Dinge viel Zeit brauchen, bis sie wieder besser werden. Mein Tip hilft Dir vielleicht auch nicht sehr viel, aber soll auch nur meine Einschätzung sein. Möge sich noch einer melden, der ebenfalls davon betroffen ist.

Gruß, Udo
Abends geht die Sonne unter, morgens geht sie wieder auf !

Cirrel_Sneer
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Registriert: 24.06.2020, 00:35

Re: meralgia paraesthetica

Beitrag: #39278 Cirrel_Sneer
24.06.2020, 01:33

Hallo zusammen.

Habe ebenfalls nach Langer Vorgeschichte und diversen Ärzten, nun auch eine OP hinter mir.

Bei mir betraf es die linke Seite und kann ebenso sagen dass bei der Freilegung des nerves eine Taubheit weiterhin bestehen bleiben kann.
Dies ist nicht wirklich schön aber speziell in meinem Fall bin ich damit bisher relativ glücklich.

Konnte am Tag der op kaum noch liegen, laufen oder sitzen. Stehen vielleicht 5 min lang, dann war Schluss.
Hab mich ca 15 Jahre von einem Orthopäden zum anderen geschleppt und ausnahmslos jeder hatte die Bandscheibe im Visier.

Gefunden wurde nie etwas aber von Spritzen über heftige Schmerzmittel bis hin zum Psychologen und seinen komischen Mitteln fiel denen nichts anderes ein.
Irgendwann fängst ja selber an daran zu glauben das man sich was einbildet. Davon, dass man ständig ausfiel und dadurch zig Jobs verloren hat, mal ganz zu schweigen.

Erlösung brachte dann ein Super Orthopäde, der einen gleich zum „Gott gleichen“ Neurologen (positiv gemeint) schickte, der Spezialist für genau die meralgica Geschichte ist.
Der machte n paar Untersuchungen, Infiltration etc. und Bingo.

Er versuchte konservativ über ein Jahr hinweg mit Schmerzmitteln und Injektionen das ganze zu richten.
Leider kein Erfolg.
Es wurde eine op angesetzt und im Vorfeld aber auch erklärt das dies nicht unbedingt zum Erfolg führt.
In jedem Fall bleibt die Taubheit des Oberschenkels erhalten da ich damit ja schon lange herumlaufe. Verschwinden wird aber der Schmerz im Bein bzw. die Schmerzen im Rücken, sagte der Neurologe.
Aber es wurde auch aufgeklärt darüber das sich die Schmerzen unter Umständen auch verschlimmern können. Eine (Teil)Verrentung dann sogar in schlimmsten Fall in Frage kommen könnte.

Jetzt, ca eine Woche nach der Operation, (Freilegung des nerves) besteht weiterhin eine Taubheit im Oberschenkel (wie erwartet) diese ist nun zwar klar abgegrenzt und nicht mehr so diffus, dennoch aber lästig.
Im übrigen ist der Eingriff minimal, dafür aber nicht wirklich angenehm da er sich an einer echt blöden Stelle befindet was die Wundheilung angeht. Bei mir bleibt eine ca 10 cm lange Narbe zurück.

Auf der anderen Seite sind fast alle heftigen Schmerzen bisher weg. Ich schlafe wieder lange durch und keine Etappenweise, unterbrochen von Schmerzen.

Bin nun fast 2 Jahre deswegen krankgeschrieben und freue mich darauf diesen Zustand endlich wieder ändern zu können. Jedenfalls sieht es momentan danach aus.

Kann jedem nur empfehlen der das hier liest und ähnliche Probleme hat dringend einen Neurologen aufzusuchen!!!!
Glaubt es mir, das was da auf euch alles wartet wenn ihr nicht hingeht bzw nur falsche Diagnosen bekommt, will niemand haben! Ich spreche aus Erfahrung!!!

Ich werde hier noch später berichten wie es in ein paar Wochen aussieht.


-Drogen in hohen Dosen gefährden die Gesundheit!-


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