Ortholitischer Schwindel

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nowitzki41
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Ortholitischer Schwindel

Beitrag: #28717 nowitzki41
23.08.2012, 14:21

Hallo zusammen,
nach einem knappe Jahr melde ich mich mal wieder zu Wort.
Ich habe nach wie vor eine Art Schwindel, der sich so anfühlt, als liefe man ständig auf einer Hüpfburg, würde in Luftlöcher treten und ständig in einem Lift stehen, der immer hoch und runter fährt. Komischwerweise treten diese Symptome eigentlich nur im Stehen auf, schon, wenn ich nur das Gewicht auf den Füßen verlagere, meine ich hoch bzw. runter mit einem Lift zu fahren. Wenn ich ganz langsam mit den Knien wippe fühlt es sich so an als würde ich wie einem Lift weiter runter fahren als ich mich beim Wippen eigentlich nach unten bewege, um dann 0,3-0,5 sec. später höher hinauszugehen als ich mit dem Körper wieder nach oben komme. Wie ich schon vor einem Jahr angedeutet habe, ist schon ALLES aber wirklich ALLES untersucht worden.
Ich war vor einigen Tagen noch bei einem HNO-Experten, der mich einer VEMP-Untersuchung unterzogen hat. Das Ergebnis "leider" negativ. Er sagt, er glaube mir, dass ich einen Schwindel habe, der durch eine Störung des Gleichgeiwchtsorgans erzeugt wird, dieser jedoch nicht durch positive Ergebnisse von Untersuchungen objektiviert werden kann.
Er sprach dabei jedoch immer wieder von einem ORTHOLITISCHEM SCHWINDEL. Kann mir iregndjemand was zu diesem Schwindel sagen, da ich selbst mit Google (1. Suchtreffer) nicht schlauer werde. Was kann ich machen? Hat schon einmal jdn. diese Diagnose gestellt bekommen? Gibt es irgendein Medikament?
Ich soll jetzt Gleichgewichtstrainig auf einem Trampolin machen...
Mein Orthopäde hat schwerzhaft aber doch ernst zugleich mir vorgeschlagen mal eine Stunde in einem Fahrstuhl zu fahren, um mein Glecihgewicht wieder zu normalisieren bzw. zu erden. Noch bin ich dieser Empfehlung nicht nachgegangen, allerdings werde ich dies tun.

Nochmals zur Entstehung des Schwindels: Ich habe bei einem Praktikum für einen Tag 5 Kilo leichte (schwere) Pakete von links nach rechts transportiert. Dabei bin ich mit dem Oberkörper immer nach oben und nach unten, da die Pakete auf dem Boden standen. Dann habe ich plötzlich einen leichten Schwindel verspürt. Ich bin in einen Fahrstuhl eingestiegen aus dem Fahrstuhl ausgestiegen und habe gedacht ich stünde immer noch drin...es hat sich angefühlt wie auf einem Schiff. Alles ist irgendwie nach rechts abgekippt (mittlerwile habe ich keine optische Probleme mehr mit dem Schwindel, sondern nur noch einen innerlich empfundenen, wie eben beim Fahrstulfahren). Und genau dieses Gefühl, dieser Liftschwindel gepaart mit ins Luftlöchern treten spüre ich nach wie vor (komischerwiese nie beim Sport). Im Nachhinein ist mir eingefallen, dass an diesem Tag auch eine sehr schrille Alarmanlage losgegangen ist, die mir in den Ohren wehtat. Inwiefern dies Einfluss auf diesen Schwindel genommen hat, weiß ich nicht. Es war jedenfalls 30-45 mins bevor der Schwindel zu spüren war.

Bitte helft mir, es ist zum Verzweifeln.

Liebe Grüße
nowitzki41

Manou
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Beitrag: #28721 Manou
24.08.2012, 10:59

Hallo novitzki41!
Habe gerade deinen Beitrag gelesen. Du brauchst nur bei Google "Was ist ein Ortholoistischer Schwindel" eingeben dann kommt jede Menge darüber, hab es grad ausprobiert. Ich selber leide seit einer HWS Op unter immer wiederkehrenden, ständigem Schwindel. Mittlerweile 1,5 Jahre. Zeitenweise wars schon mal richtig gut. Aber ganz beschwerdefrei werde ich wohl nicht mehr werden. Man muß immer an sich arbeiten, physisch wie psychisch. Die Ärzte helfen da auch nicht wirklich weiter, weil sie bei Schwindel oft selber ratlos sind. Hoffe du kannst dich schlaumachen über diesen Schwindel. Alles Gute für dich Manou :wink:

nowitzki41
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Beitrag: #28736 nowitzki41
24.08.2012, 15:58

Hallo Manou,
ersteinmal danke für die schnelle Antwort. Ich habe soeben noch einmal diese Form von Schwindel bei Google eingegeben (verschiedene Schriebweisen ;-)) kann jedoch immer noch nichts finden. Wie fühlt sich der Schwindel bei dir an? Konnten die Ärzte bei dir irgendwas im MRT erkennen oder bei Gleichgewichtsuntersuchungen. Gibt es bei dir irgendeine Diagnose, die aufgrund eines positiven Befundes gestellt wurde?

Liebe Grüße
nowitzki41

Manou
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Beitrag: #28737 Manou
24.08.2012, 17:00

Hallo novitzki41
Habe soeben deine Nachricht gelesen und danach festgestellt, wenn ich das Wort bei Google eingebe kommt alles über orthostatischer Schwindel und nicht über otholoistischer Schwindel. Tut mir leid, hab ich wohl zu schnell gelesen. Aber ortholoistisch scheint es ja dann nicht zu geben.
Mein Schwindel ist unterschiedlich. Letztes Jahr hatte ich richtig heftigen Kippschwindel. Da meinste, du fällst jederzeit um egal was man macht. Wenn ich die Spülmachine einräumte, kippte ich zur Seite weg, wobei ich aber nicht bewußtlos wurde. Die Attacke dauerte vielleicht ne Minute und verschwand dann wieder. Kam deshalb schon 2x mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus und war auch so schon öfter als Notfall stationär in verschiedenen Kliniken, wo man aber keine Ursache feststellen konnte.Wahrscheinlich (und das leuchtet ja ein)liegt es an der Halswirbelsäule die ja operiert wurde.Die ist nun mal versteift und da kann so was wohl auftreten. Den Schwindel den ich jetzt momentan habe kommt öfters über den Tag verteilt bei allen möglichen Situationen. Ich beschreibe ihn wie eine Wehe, er beginnt langsam, steigert sich dann und verschwindet dann wieder. Ich muß mich dann wo festhalten weill ich nicht weiß was sonst passiert. In dem Moment kann ich nichts tun auch keine Unterhaltung führen. Bin erst mit meinem Mann auf der Autobahn unterwegs gewesen ca. 2 Std. dann schaute ich kurz zu ihm nach links und diese Schwindelattacke kam aus heiterem Himmel. Gut das ich nicht fuhr. Arzt u Physiotherapeutin sagten das dies von extremer Verspannung kommen kann. Ist ja auch nachzuvollziehen. Mach jetzt Physiotherapie und jetzt nach ner Woche ist der Schwindel vorbei(2. Tag) hoffe das wars jetzt mal wieder für ne Weile. Hast du auch immer Kopfschmerzen oder Sehstörungen? Weiß nicht ob du es schon geschrieben hast in deinem Beitrag aber ich seh das grad nicht beim Schreiben . LG Manou

nowitzki41
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Beitrag: #28745 nowitzki41
25.08.2012, 08:37

Hallo manou,
ich habe einen ständigen Liftschwindel bzw. einen Schwankschwindel, der mich IMMER begleitet wenn ich auf meinen Füßen stehen, schon wenn ich nur das Gewicht auf meinen Füßen verlagere. Nur wenn ich mich links und rechts abstütze und meinen Körper hochhebe spüre ich ihn nicht, quasi müssen die Füße Kontakt zum Boden haben, damit der Schwindel ausgelöst wird. Ich habe auch keine Anfälle wie du, sondern bei mir zieht es sich tatsächlich wie ein roter Faden durch und das zermürbt einen. Desweiteren wissen die Ärzte überhaupt nicht was mir fehlt....keine Diagnose, nichts...

LG
nowitzki41

nowitzki41
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Beitrag: #33094 nowitzki41
25.03.2014, 10:21

Hallo ich bins nochmal,
mein Schwindel hat sich mittlerweile immer noch nicht gebessert. Im Gegenteil jetzt habe ich schon im sitzen das Gefühl, mein Körper beschleunigt in alle Richtungen. Zu einem Arzt gehe ich schon gar nicht mehr, weil er mir eh nicht weiterhelfen kann. Ich hatte jetzt eigentlich 4-5 Monate weniger Probleme mit dem Schwindel, da ich sehr viel zu tun hatte und daher angelenkt war. Die Ablenkung bekämpft meiner Meinung nach aber nur die Symptome nicht die Ursache. Wenn ich laufe habe ich nach wie vor das Gefühl auf einer Hüpfburg oder auf der Ladefläche von einem Sprinter zu laufen. Wenn ich allerdings jogge oder Radfahre bemerke ich es nicht. Wenn ich jedoch mit meinem Hintern auf dem Boden sitze und hin und her schaukle merke ich ihn. Der Physio hilft mir auch nur bedingt. Ich trage jetzt auch jede Nacht und so oft wie möglich auch tagsüber eine Gebissschiene, da ich in Betracht ziehe, dass eventuell das Kiefergelenk sehr verpsannt ist und möglichwerweise auf das Innenohr zieht. Meine Nackenmuskulatur ist in der Tat sehr verspannt. Ich sollte vielleicht meinen Hausarzt noch wegen eines Relaxans aufsuchen. Ansonsten bin ich sehr verzweifelt. hat jemand vllt. noch einen sinnvollen Tipp?

Carray
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Beitrag: #33103 Carray
26.03.2014, 12:36

Wenn ich hier eure Berichte lese, fällt mir eine sehr gute Bekannte ein. Die hat auch schon seit ca 10 Jahren mit Schwindel zu kämpfen und keiner findet eine Ursache.
Sie hatte bereits viele Unfälle weil es sie mit einem mal wegdreht und sie keine Kontrolle hat.
Ist auch seit Jahren erwerbsunfähig.

Alex.80
Beiträge: 58
Registriert: 18.01.2014, 11:36

Beitrag: #33155 Alex.80
02.04.2014, 18:52

Ja ich hab einen Tipp: geh in eine auf Schwindel spezialisierte Uniklinik oder Vergleichbares. Ich habe seit 1999 bis dieses Jahr auf eine Diagnose gewartet. Es gibt also durchaus Hoffnung mal zu erfahren woran es liegt. Auch wenn dann keiner kommt und dir ne Pille einschmeißt und du bist geheilt. Leider.

Verspannte Nackenmuskulatur ist leider in den meisten Fällen nicht Ursache sondern Wirkung weil der Körper versucht den Kopf zu stabilisieren. Vor allem bei permanentem Schwindel.

Leider kenne ich mich zu deiner Schwindelart nicht aus. Ich habe eine andere Art an Schwindel. Daher kann ich dir auch nicht sagen was da hilft. Solltest du einfach mal ausprobieren. Aber Vermeidung ist meistens der schlechteste Weg weil du dein Gehirn darauf trainieren musst mit dem Schwindel umzugehen.

Am Gebiiss liegts bei dir wohl kaum. Was die Leute da an "Schwindel" reininterpretieren ist Kindergarten im Vergleich zu dem was die Leute mit ernsthaften Schwindelbeschwerden wirklich haben. Die Ursachen von deiner Kategorie Schwindel sind im Innenohr oder im Gehirn.

annii
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Registriert: 02.06.2014, 09:11

Beitrag: #33405 annii
02.06.2014, 09:27

Hallo nowitzki41,
ich habe genau die gleichen Probleme. Es fing vor 4 Monaten an, ich hatte zwei Tage auf er rechten Seite ein dumpfes Gefühl im Ohr. Plötzlich hatte ich ein inneres Schwanken als wäre ich auf einem Schiff. Das dumpfe Gefühl ging nach ein paar Tagen weg aber seitdem habe ich 24 Stunden am Tag eine Mischung aus Schwank- und Liftschwindel. Alles wurde untersucht:

2x HNO-> ein Befund
Schwindelambulanz -> Gleichgewichtsorgan ist in Ordnung
2x Neurologe -> kein Befund
MRT -> kein Befund
Einrenken beim Chiropraktiker -> keine Verbesserung
Massagen -> keine Verbesserung
Medikamente und homöopatische Mittel -> keine Verbesserung

Bin auch schon am verzweifeln, alle schieben es auf die Psyche aber das glaube ich nicht. Habe das Gefühl den ganzen Tag, auch im Sitzen und liegen ist es als würde ich aus Wasser bestehen was immer hin- und her schwappen. Heute gehe ich zu nem Orthopäden, vielleicht weiss er ja Rat.
Liebe Grüße
Eine Leidensgenossin

xmario
Beiträge: 7
Registriert: 31.10.2017, 18:25

Re: Ortholitischer Schwindel

Beitrag: #37285 xmario
31.10.2017, 18:37

@ nowitzki41 & anni habe exakt die selben symtome!!!!
suchen seit 3jahren die ursache!

mittlerweile den grund deiner beschwerden gefunden???

beim mir wurde ein eagle syndrome festgestellt sieht man am panoramaröntgen vom zahnarzt ... das könnte meine beschwerden erklären dadurch das der styloid - verklaktes band moglw angebrochen ist und seit dem beweguns-haltungsabhäng auf die halsschlagader drückt bez die vene...

solltest du/ihr das lesen bitte bitte unbedingt melden!! sollte sich bei dir ein eagle syndrome feststellen lassen haben wir ziemlich sicher die ursache für uns alle!! ich kann euch genau sagen wie ihr das prüfen könnt bzgl dem eagle.. lg


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