Schwindel von der Wirbelsäule ausgehend gibt es nicht?

Angst Panik Schwindel Forum - Schwindel unklarer Genese

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Schwindeline
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Schwindel von der Wirbelsäule ausgehend gibt es nicht?

Beitrag: #30351 Schwindeline
29.03.2013, 21:43

Hallo,

ich bin neu hier und froh dieses Forum gefunden zu haben.
Ich bin 31 Jahre, weiblich und leide seit Ende November unter Schwindel.
Kurz zu meinem Verlauf:

November 2012
. Ohrenschmerzen nach Mittelohrentzündung - Überweisung an Orthopäden
. Röntgenbild - Blockierung HWS 2x Einrenkung mit Nelson - Griff
Schwindel fing an (Drehschwindel), Physiotherapie auf Extensionsliege
Dezember 2012
. starke Zunahme des Drehschwindels - Vorstellung Orthopäde (keine
Konsequenz)
. Vorstellung HNO (Beginn Ärztematyrium), angeblich Lagerungschwindel + Nystagmus, nach Lagerungsmanöver kein Nystagmus mehr, keine
Besserung des Schwindels,anschließend Beginn starker Benommenheits-
schwindel

Augenarzt, Neurologe, Internist ohne Befund.

Bis zum heutigen Tage alles unverändert. Mein Arzt vermutet psychogenen Schwindel. Wobei ich das nicht glaube. Mein Schwindel ist unabhängig von Paniksituationen. Langsam bin ich echt am Ende.

Ich kann den 1. Schwindelanfall in Verbindung mit dem Einrenken bringen. Nur glaubt keiner der Ärzte, das es da einen Zusammenhang gibt.
Gibt es wirklich keinen Schwindel, der durch die Wirbelsäule verursacht wird?
Wem geht es ähnlich? Wer hat eine erfolgreiche Behandlung?
Über einen Informationsaustausch würde ich mich sehr feuen.

LG
Schwindeline

THX
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Beitrag: #30352 THX
30.03.2013, 02:48

Hallo Schwindeline

Mein Verlauft ist fast ähnlich wie deiner.

Bei mir hatte es mitte Feb 2011 angefangen auch mit Drehschwindel bei mir war das aber ein sogenannter Lagerungsschwindel.

Das ganze ging ca 1 woche und war dann weg , was aber blieb war ein Schwankschwindel ... es fühlt sich an als würde man auf Watte Laufen man ist unsicher auf den beinen.

Dieses Problem habe ich seitdem , also mittlerweile seit über 2 jahren.
Bin alle Fachärtzte abgegangen niemand hat was gefunden hab sogar ne Reha gemacht vorkurzem hat aber alles nix gebracht bei mir wird es auch auf die Psyche geschoben.

Ich kann dich gut verstehn , den ich war damals und bin heute immer noch auch am Ende.

Zu deiner Frage ob die HWS Schwindelauslösen kann , ja !
Googel mal nach HWS und Schwindel und schau auf Vertraulichen Quellen.
Es wird beschrieben was für ein Schwindel das ist und wie es hervorgerufen wird.

Hier ne Beispiel seite
http://www.dr-gumpert.de/html/hws_syndrom_schwindel.html

Ich hoffe ich konnte einwenig Helfen =)

Manou
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Beitrag: #30353 Manou
30.03.2013, 08:18

Hallo Schwindeline!
Ich leide mittlerweile seit 2 Jahren an Schwindel. Bei mir ist es so das ich immer wieder verschiedene Arten von Schwindel habe. Hatte vor 2,5 Jahren eine HWS Op (C5/C6 Bandscheibe wurde durch einen Cache ersetzt). Ein halbes Jahr danach fing von heut auf morgen der Schwindel an. Und zwar in extremster Form. Viele Krankenhausaufenthalte, Noteinweisungen, Ärztemarathon... Die Ärzte sagen es kommt nicht von der HWS (bis auf den HNO Arzt), sondern ist psychisch. Mittlerweile ist er besser geworden kann 17 Std. Arbeiten, falle aber immer wieder mal aus deswegen. Das mit dem einrenken kann ich verstehen, denn ich bin vor vielen Jahren auch mal eingerenkt worden. Musste an diesem Tag noch mit dem Auto ein paar Kilometer fahren, da schoss es mir wie viele Blitze durch den Kopf. Ich dachte ich hätt nen Schlaganfall. War dann aber wieder ok. Ich denke beim Einrenken kann man viel auslösen -positives wie negatives- es ist halt doch die HWS.
Wünsch die alles Gute und viel Durchhaltevermögen. LG Manou
Ich gebe jedem neuen Tag eine neue Chance...

Schwindeline
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Beitrag: #30356 Schwindeline
31.03.2013, 20:44

Danke für eure Antworten.
Habt ihr irgendeine Therapie, die euch Linderung verschafft?

THX
Beiträge: 37
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Beitrag: #30357 THX
31.03.2013, 22:30

Ich leider nein , meine einzigste Therapie für mich selber ist Ablenkung.

Die Ärtzte sind mit ihren Latein am ende und ich weis auch nicht mehr was ich tun soll , also bleibt mir nix anders mehr übrig als das ganze zu versuchen zu ignorieren.

krusty78
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kommt drauf an...

Beitrag: #30358 krusty78
31.03.2013, 23:40

Hallo Schwindeline,

ob es den HWS-bedingten Schwindel gibt oder nicht kommt ganz darauf an, welche Ärzte / Therapeuten man fragt:

Orthopäden, Chirotherapeuten, Osteopathen etc: 100% sicher
HNO-Ärzte: kommt drauf an, an welcher Klinik sie gelernt haben und welche Lehrmeinung dort vorherrscht (München: auf keinen Fall, Berlin, Mannheim: aber sicher!)
Neurologen: Gleichgewicht und HWS sind unterschiedliche Organsysteme und haben nix miteinander zu tun

Ich finde das einfach nur frustrierend, da man als Patient mit dieser eh schon belastenden Symptomatik noch weiter verunsichert wird!

Persönlich glaube ich übrigens fest an den 'cervicogenen Schwindel', bei mir lässt er sich durch bestimmte Haltungen / Kopfpositionen auch beeinflussen. Was mir hilft: Sport (Laufen, HWS-Kräftigung) und ein Muskelrelaxans...

Viele Grüße,
krusty

PS: lass Dich doch mal zu einem MRT der HWS überweisen, wäre mal interessant, was dabei heraus kommt...

Schwindeline
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Beitrag: #30359 Schwindeline
01.04.2013, 10:00

@thx und wie klappt es mit dem ignorieren? Wie schaffst du es zum Beispiel mit deiner Arbeit?

@krusty die einzigen, die bei mir an meinen HWS Schwindel glauben ist meine Physio und mein Allgemeinarzt. Habe nächste Woche einen Termin beim anderen Orthopäden.
Habe den im Internet gefunden und der scheint sich mit Hws Schwindel zu beschäftigen. Ich hoffe auch, das er ein Mrt der Hws Bws macht.
Kannst du mit dem Schwindel arbeiten ?

Lg
Schwindeline

THX
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Beitrag: #30361 THX
01.04.2013, 13:22

Das mit dem ignorieren klappt leider nur selten aber es ist das einzigste was mir noch übrig bleibt , den wenn man immer nur an den Schwindel denkt dann wird es nicht besser sondern nur noch schlimmer.

Was Arbeiten angeht , ich bin 23 jahre alt war insgesamt über 2 jahre in einer Firma tätig bis ich die Arbeit aufgeben musste weil es nicht mehr ging.

Ich habe 10 Monate in diesem Zustand gearbeitet doch dann wurde die Belastung zu groß , ich musste meinen Job aufgeben weil ich dem Druck nicht stand halten konnte seit Nov 2011 bin ich zuhause , zurzeit suche ich aber wieder arbeit habe sogar mehrere Bewerbungen abgeschickt.

Ich weis nicht wie meine Zukunft sein wird , ich hoffe nur das ich es irgendwie packen werden , damals habe ich den job aufgegeben weil ich dachte das ich eine auszeit brauche , ich dachte der Schwindel wird schon irgendwann weg gehn , aber das tuht er nicht ..... jetzt kann ich an die Arbeit ran gehn mit dem Gedanken "Der Schwindel ist da und er wird auch bleiben und er wird nicht weg gehn"

Ich muss wohl anscheind mit dieser Belastung Leben , noch habe ich es nicht ausprobiert mit dem arbeiten aber ich hoffe nur das der Horror sich in Grenzen halten wird.
Den wenn ich dem Druck wieder nicht Standhalten kann nach einer gewissen zeit vielleicht paar jahre oder so ... dann weis ich auch nicht mehr weiter.Das mit dem Arbeiten ist echt meine Größte Sorge

Das Leben macht mir zurzeit echt kein Spaß viel mehr ist es eine Qual , als würde ein Fluch auf mir sitzten.
Wie ist es den bei dir ? kommst du zurecht auf der Arbeit ?

krusty78
Beiträge: 13
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Beitrag: #30362 krusty78
01.04.2013, 13:39

Hallo Schwindeline,

ja, arbeiten ist kein größeres Problem, wobei es mich schon sehr wundert, dass es niemandem auffällt (Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit)... an Tagen, an denen es 'drauf ankommt' nehme ich am Abend vorher eine (oder meist halbe) Tablette Muskelrelaxans (war ne Zufallsentdeckung, aber die Wirkung ist bei mir echt durchschlagend, die Benommenheit ist dann 80-100% weg).

Bin durch inzwischen 5 Jahre Dusseligkeit :D auch überregional bei ziemlich vielen Ärzten gewesen, ohne dass mir einer wirklich weiter helfen konnte. Andererseits wurde ein ganzer Haufen ernster Erkrankungen ausgeschlossen (neurologische Erkrankungen, MS, Depression, Durchblutungsstörungen etc). Momentan habe ich immerhin das Gefühl, auf gutem Weg zu sein, auch wenn ein schlechter Tag einen doch wieder ziemlich deprimieren kann...

Viele Grüße,
krusty

horsti
Beiträge: 5
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Beitrag: #31752 horsti
30.08.2013, 13:16

Es gibt ein interessantes Buch mit dem Titel "Das HWS-Trauma" von Kuklinski.
Das sollte sich jeder/jede - zumindest die ersten frei zugänglichen Seiten - bei dem/der die u.a. von krusty78 beschriebenen Symptome auftreten, mal durchlesen und selber mal über die eigene Vorgeschichte nachdenken. Und wie sich verschiedene Symptome "entwickeln" bzw. erst später im "Schwindelzeitraum" auftraten oder auch gar nicht mehr auftreten. Vielleicht auch mal aufschreiben, man vergisst sonst immer so viel (zumindest geht´s mir oft so), wenn man beim Doc sitzt.

Wenn man dann überlegt, was durch die Engstelle HWS alles so durchläuft (nämlich alles und vor allem ausschließlich wichtige "Leitungen"), muss man sich nicht über die Vielzahl der unterschiedlichen Symptome wundern. Die bei jedem anders und in unterschiedlicher Intensität und Häufigkeit auftreten. Daher vielleicht mal den obersten Halswirbel Atlas checken lassen. Fehlstellungen lassen sich durch gute Therapeuten oder Orthopäden ertasten. Auf bildgebende Verfahren wie MRT, Röntgen etc. würde ich nicht allzuviel geben, da die [fast] alle liegend ausgeführt werden und das verfälscht.

Man kann auch mal in sich selbst hineinhören, mit der Intension rauszufinden, wo das alles herkommt. Ich weiß schon, dass jeder hier ohnehin zu viel in sich hineinhört, aber man kann dies auch zielgerichtet mit einer notwendigen inneren Distanz zu sich selber tun, etwas blöd zu erklären, klingt esoterisch, soll´s aber nicht sein. Reflektieren und ehrlich zu sich sein. Und dann aber auch offen mit dem Arzt darüber reden. Wenn das nix bringt oder er überhaupt nicht drauf eingeht, muss man vielleicht mal den Arzt wechseln.

Ich bin der Meinung bzw. davon überzeugt, dass man durch die [Vielzahl der] Symptome auch zur Ursache kommt, jede einzelne Beschwerde führt zur Ursache. Dies ist vor allem deshalb wichtig, weil die Symptombekämpfung nicht zielführend ist. Soll man denn gegen jedes Symptom eine Pille nehmen? Unmöglich! Vor allem habe ich ehrlich gesagt keine Lust, ständig nur gegen irgendwelche Symptome zu anzukämpfen, das kostet auf Dauer viel zu viel Energie.

Nur durch Beseitigung oder Behandlung der Ursache kommt man wieder ins "Gleichgewicht".

Und krusty, ich kann nachfühlen, mir geht´s ähnlich.

Grüße

Alex.80
Beiträge: 58
Registriert: 18.01.2014, 11:36

Beitrag: #32665 Alex.80
18.01.2014, 12:09

Hallo Schwindeline,

ich habe mich jahrelang mit dem Thema Schwindel auseinander gesetzt. Ich bin auch dem "HWS-Syndrom" hinterher gerannt und habe Therapeuten ausprobiert. Man muss halt unterscheiden ob es ein primäres Symptom ist oder eher ein sekundäres. Ich habe dauerkontrahierte Kopfwender. Aber nicht weil meine Wirbel schief stehen, sondern weil mein Gleichgewichtszentrum links gestört ist. Der Körper versucht dann durch Anspannung der Muskulatur zu stabiliseren. Wenn du einen Dauerschwindel hast (über mehrere Wochen) kommt er höchstwahrscheinlich nicht von der HWS. Abklären solltest du das trotzdem. Wenn es keinen Befund gibt, diese Therapie hat mir leider nicht mit meinem Schwindel geholfen, sie wirkt aber trotzdem auf die Muskulatur und kann helfen Dauerverspannungen komplett zu beseitigen oder weitgehend zu mildern:

http://www.koerpertherapie-zentrum.de/b ... indel.html


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