ISG Probleme?!

Gelenke hat jederman, funktionieren sie, merkt man sie nicht wirklich, aber wehe, es klappt mal nicht mehr so, wie es soll, dann kann das ein ziemlich langer Leidensweg werden. Manchmal hilft aber auch Geduld.

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FireProof.525
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ISG Probleme?!

Beitrag: #33439 FireProof.525
10.06.2014, 18:29

Hallo Leute,

ich hatte im Dezember 2013 einen Schweren Verkehrsunfall. Dabei zog ich mir 3 Beckenbrüche zu (1links vorne, 1links hinten und 1 rechts vorne). Ich war 2 Wochen im Krankenhaus (wurde nicht operiert) und fing am 10.1.14 mit Reha an. Schon am Anfang zeigte sich das ich große Problem hab wenn bei Übungen das Gewicht erhöht wird. Ich laufe im nachhinein immer sehr schlecht und hab dementsprechend auch Schmerzen. Die Brüche sind mittlerweile alle gut Verheilt und trotzdem hab ich große Probleme!
Als Beispiel: in der Arbeitstherapie muss ich einen Rolli mit Kisten über den Gang schieben und zurück ziehen. Gesamt Gewicht ca 12Kg. Eine andere Übung ist Tragen vorm Körper. Gewicht dabei 3Kg!
Alles eigendlich sehr leichte sachen und trotzdem kann ich danach kaum noch laufen. Bei der Manuellen Therapie ertastet mein Therapeut dann immer das, dass linke ISG Blockiert. Da das Röntgen und MRT keine auffälligkeit zeigt vermutet er das die Bänder die das ISG halten überdehnt sind und es dadurch nicht richtig gehalten werden kann. Klingt für mich logisch und deswegen glaube ich auch daran. So jetzt gibts ja noch diverse Ärzte die meinen keine Berichte aus der Reha lesen zu müssen und das zu ignorieren was man selbst sagt. Ich sage jedesmal das es nach der Therapie richtig gut ist und dort das ISG mobilisiert wird. Anhören darf ich mir immer wieder das alles ok ist. Jetzt wurde mir auf einmal gesagt das die ganzen probleme von der Psyche kommen sollen. Auf die Frage warum mein Therapeut dann jedesmal ertastet das mein ISG fest ist und warum es besser ist wenn es mobilisiert wurde hatte er natürlich keine Antwort. Ich weiß nicht wirklich was ich noch machen soll. Mein Therapeut konnte deswegen auch nur noch mit dem Kopf schütteln aber machen kann er auch nicht viel. Hab das gefühl wenn ärzte ratlos sind dann schieben sie es immer auf die Psyche....aber was soll ich sagen? Es geht mir Psychisch prima! Keine Familiären Probleme, In der lehre läuft es gut, ich habe richtig klasse freunde, keine Geldprobleme und auch keine Probleme mit den Bildern von dem Unfall (hatte mich freiwillig in Psychologische Behandlung begeben, wurde problemlos entlassen)
Ich möchte einfach nicht als Psychisch Krank betitelt werden nur weil es keine Kommunikation zwischen Reha und Ärzten gibt bzw weil es den ärzten egal ist was in der reha gesagt oder gemacht wird.
Habt ihr ne Idee was ich machen kann? Für mich klingt das mit den überdehnten Bändern was mein Therapeut sagte logischer als das was der Arzt sagt.

Udo
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Beitrag: #33440 Udo
10.06.2014, 23:23

Hallo, ohne mich in den Dingen , was Knochenbrüche und seine Folgen betrifft, so wirklich auszukennen, kann ich mir gut vorstellen, das nach so einem schweren Unfall die Bänder noch nicht so sind, wie sie sein sollen. Und das es eine ganze Zeit dauern kann, bis dies alles wieder ausgeheilt ist.

Was die Psyche betrifft, man ist nicht geisteskrank, wenn etwas von der Psyche kommt. Von der Psyche kommt alles mögliche, darum würde ich mir keine Sorgen machen, was die geistige Gesundheit betrifft. Bin ich innnerlich verkrampft (kommt auch von der Psyche) , kann ich z.B. Rückenschmerzen bekommen .

Ich denke, das Du und Deine Knochen und Bänder noch Zeit brauchen, bis alles wieder im Lot ist. Du sagst ja selbst, das Dich die Therapie mit den Gewichten noch sehr anstrengt. Und so ein schwerer Verkehrsunfall geht ja tatsächlich auch etwas auf die Psyche. Hatte selber auch einen erlebt.

Gruß, Udo
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FireProof.525
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Beitrag: #33441 FireProof.525
10.06.2014, 23:40

Ich finde es halt einfach traurig das Ärzte immer sagen es kommt von der Psyche wenn sie nicht weiter wissen.
Das kann irgendwo nicht sein.
Jedesmal rede ich aber es wird nicht wirklich erhört. Jedes mal schreibt mein Therapeut berichte und diese werden nicht gelesen.
Da frag ich mich echt was das soll.
Klar ist so ein Unfall ne Psychische Last. Anfangs quälte ich mich mit schlaflosen Nächten, Angstzuständen und den ganzen Bildern aber genau deswegen hatte ich mir dann ja sofort ne Psychotherapeutin gesucht. 3 Sitzungen (1 Sitzung EMDR behandlung) und alles war wieder schick. Habe seid dem keine Probleme mehr. Ich kann an der Unfallstelle vorbei ohne in Tränen auszubrechen und ich denke ich könnte mich auch wieder hinters Steuer setzen ohne große Probleme.
Ich möchte es aber nicht wirklich hin nehmen das es als Psychisches Problem abgetan wird nur weil absolut keine Kommunikation zwischen Reha und Ärzten da ist. Da muss man doch irgendwas machen kònnen oder? Ich hatte gehofft das hier jemand ne Idee hat damit die Ärzte auch mal zuhören. Ich selbst bin mittlerweile ratlos.


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