Bennommenheitsschwindel, Schwankschwindel

Angst Panik Schwindel Forum - Schwindel unklarer Genese

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MrsGreen
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Bennommenheitsschwindel, Schwankschwindel

Beitrag: #37374 MrsGreen
19.11.2017, 18:24

Ich leide jetzt seit mehreren Jahren schon an Schwindel, er wurde über die Jahre zunehmend schlimmer. Das ist nicht der typische Kreislaufschwindel, sondern bei mir ist das ein Schwankschwindel mit durchgehendem Benommesheitsgefühl. Vor allem beim Gehen und Stehen ist der Schwankschwindel präsent, wie auf einem Schiff bei Wellengang, im Sitzen weniger, aber Benommenheit ("bin nicht richtig da, komme mir unwirklich vor, mein Verstand ist nicht richtig da") ist durchgehend da.
Das Phänomen: Sobald ich mich hinlege ist alles okay, dann fühle ich keinen Schwindel und keine Bennommenheit. Auch manchmal spüre ich kurz nach dem Sport für etwa eine halbe Stunde weniger Schwindel, danach ist er aber wieder voll da.
Manchmal tut mir auch eine lange heiße Dusche gut, vor allem wenn das Wasser am Hals und Nacken entlang läuft, aber auch danach kommt der Schwindel sofort wieder.

Schon vor 2 Jahren war ich mal beim Orthopäden, der aber meinte, das käme nicht vom Rücken (Wirbel und Bandscheiben sind in Orndung). Also hab ich gedacht, ist es vielleicht einfach nur ne Phase, der Schwindel geht bestimmt irgendwann wieder weg so wie er gekommen ist.

Das war aber nur Wunschdenken.

In diesem Sommer (Juli) wurde der Schwindel extrem, ich habe mich auf der Arbeit eigentlich nur noch durchgekämpft.
Jetzt im Oktober konnte ich dann nicht mehr, bin nun auch schon einige Wochen krank geschrieben deswegen.
Ich habe dieses Jahr einen Ärztemarathon hinter mir, um alle möglichen Ursachen des Schwindels zu überprüfen bzw. auszuschließen. Also, Blutwerte (Eisen, Schilddrüse, Nierenwerte, Entzündungswerte), Herz, Gleichgewichtsorgan, war alles gesund.
Vor 2 Wochen war ich beim Orthopäden, dieser hat nochmals meine Halswirbelsäule geröngt, Wirbel und Bandscheiben an sich okay, nur er konnte eine Fehlhaltung erkennen und sagte, dass es also ein rein muskuläres Problem ist.
Die muskulären Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich sind mir eigentlich auch nichts Neues, diese habe ich schon ewig lange, mal mehr mal weniger, aber in den letzten Monaten habe ich die Verspannungen wohlmöglich einfach gar nicht mehr so wahr genommen, denn sie sind einfach da und sie sind chronisch da, so dass ich sie wohlmöglich einfach gar nicht mehr bewusst bemerke, und da ich regelmäßig Sport machte (Joggen, Muskelaufbautraining) dachte ich immer, meine Muskulatur ist wohl in Ordnung ("mache ja Sport") und davon kann der Schwindel nicht kommen.

Letztendlich wird der Schwindel nun meiner Psyche zugeschrieben (Diagnose: "generalisierte Angststörung"), und mein Hausarzt hat mir Anti-Depressiva verschrieben. In der Vergangenheit habe ich schon mal Anti-Depressiva genommen wegen verschiedener negativer Erlebnisse (hauptsächlich wegen der Alkoholkrankheit meiner Mutter).
Aber eigentlich ist das aktuell kein Thema mehr! Ich bin eigentlich total gut drauf und glücklich im Moment, aber wenn dieser sch*** Schwindel nicht wäre. Natürlich kann nich nicht sagen, dass die Ängste komplett weg sind, gewisse Ängste bleiben natürlich im Unterbewusstsein da. Aber als ich damals schon mal ein Anti-Depressivum genommen habe, war der Schwindel trotzdem existent! Das heißt für mich, dass der Schwindel nich rein psychisch sein kann.

Meinem Freund ist in den letzten Wochen/Monaten aufgefallen, dass ich nachts sehr unruhig schlafe, ich würde um mich schlagen, seine Hand halten und sehr feste zudrücken, meine Arme sehr komisch verschränken etc.
Ich fühle mich morgens prima ausgeschlafen, aber es stimmt, im Schlaf bin ich angespannt und die Verspannungen kommen wahrscheinlich so wie es aussieht vor allem nachts, so nach dem Motto "du verarbeitest im Schlaf etwas".

Ich habe den Orthopäden gefragt, was ich jetzt gegen die Verspannungen machen kann, und er sagte, ich solle lernen, zu entspannen! Das ist aber leichter gesagt als getan. Ich habe so extreme Blockaden, die bekomme ich von alleine nicht weg, selbst wenn ich entspannt bin und Sport mache gehen die Blockaden aber nicht einfach so weg. Er hat mir letztendlich wohl Rehasport verschrieben, aber keine Physiotherapie (Massage).

Früher habe ich sehr oft Massage verschrieben bekommen, und ich erinnere mich, dass nach einer Massage der Schwindel kurzzeitig weg war, das fühlte sich wie eine Befreiung an.
Aber natürlich weiß ich auch, dass eine Massage keine Dauerlösung ist, aber für mich ist es ein Hinweis darauf, dass manuelle Behandlungen am Rücken jedoch auch helfen.

Beim Neurologen war ich auch, und dieser hat mir bestätigt, dass hier kein neurologisches Problem vorliegt.

Es ist wohl eher so ein Teufelskreis: die Verspannungen ausgelöst durch die Ängste, und die Verspannungen machen die Ängste schlimmer, und das geht vermutlich schon über Jahre so, ohne dass ich es merke. Ich habe die letzten Monate geglaubt, mit meinem Nacken wäre wohl alles ok, weil ich an sich keine Schmerzen habe (es sei denn man drückt mir auf gewisse Wirbel) - bis dann jetzt im Oktober wieder akute Schmerzen hinzukamen, sodass ich morgens nicht mehr aus dem Bett kam. Da sagte mir auch jemand, du kannst so viel Sport machen wie du lustig bist, wenn du eine Fehlhaltung/Blockaden hast, bringen dich Sport und Muskelaufbau auch nicht weiter. Und ich dachte immer, wenn man Sport und Muskelaufbau macht, ist alles okay. Fehlanzeige wie ich jetzt weiß.

Nun hatte ich ganz aktuell einen Termin bei einem Osteopathen, weil dann doch nur noch übrig blieb, dass es sich doch um einen HWS-Schwindel handelt.
Der Osteopath hat sich geduldug meine Geschichte angehört und danach meine Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule untersucht. Ich brauchte gar nicht viel sagen, die Wirbel, die weh taten, konnte er genau ertasten.
Dann hat er mit sanften Bewegungen einige Wirbel vor allem im HWS-Bereich mobilisiert und eingerenkt. Ich stand auf - und siehe da - ich konnte meinen Kopf ganz nach links und rechts bewegen, ohne Einschränkungen, ohne Ziehen oder Stechen. Da war mir aufgefallen, wie eingeschränkt ich damit gelebt hatte! Mir war das überhaupt nicht mehr bewusst gewesen wie eingeschränkt ich in der Bewegung war, habe da einfach mit gelebt, weil ich ja zumindest über die meiste Zeit keine akuten Schmerzen hatte. Ich ging nach Hause und alles fühlte sich so weich an, und ich dachte immer wieder "das gibt's doch nicht".

Das befreiende Gefühl blieb an dem Tag auch noch, allerdings war der Schwindel nicht weg.

Leider waren schon am nächsten Tag wieder ein paar Wirbel in die alte, falsche Position zurück gerutscht. Das ganze ist jetzt 3 Tage her, und der Schwindel war die letzten Tage auch wieder total extrem.
Das bedeutet, die erste osteopathische Behandlung hat mir nur teils was gebracht. Man hat mir zwar gesagt, dass auf jeden Fall 3-4 Behandlungen notwendig sind, ehe man eine Besserung spürt....aber ich hatte hier in diesem Forum teils auch gelesen, dass manche nach dem Einrenken sofort vom Schwindel befreit waren. Das war bei mir gar nicht so...gibt es hier Leute, die das so ziemlich ähnlich erleben wie ich gerade? Hatte jemand mehrere osteopathische Behandlungen ehe der Schwindel zurück ging?
Ging der Schwindel schlagartig zurück oder hat er sich langsam zurück gebildet?
Ist es evtl. so, dass die Muskeln sich auch erst noch regenieren müssen, ehe sie nicht mehr auf Nerven und Gefäße drücken, die den Schwindel verursachen?

Ich hätte niemals gedacht, dass ich eines Tages in so einem Forum schreibe, aber dass ich das tue, zeigt mir, dass ich mit meinem Latein völlig am Ende bin. Wenn ich eines Tages den Schwindel los bin, bin ich der glücklichste Mensch auf der Welt :-)
Freue mich auf Reaktionen von euch ebenfalls Betroffenen.

ALLES WIRD GUT :-)

Niki21
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Re: Bennommenheitsschwindel, Schwankschwindel

Beitrag: #37408 Niki21
27.11.2017, 13:57

Hallo,
schön einen Leidensgenossen gefunden zu haben. Was natürlich nicht heißen soll, dass ich mich freue dass es anderen schlecht geht, aber es tut gut sich austauschen zu können und zu wissen dass man nicht allein ist mit seinem "Problem". Ich glaub ihr wisst schon was ich meine.

Ich bin 31 Jahre alt und Mutter von drei Kinder und hier meine Geschichte.

Also bei mir ist es ähnlich wie bei dir. Ich habe das alles seit fast 2 Jahre. Immer wieder diese Benommenheit, zittrige Knie und ständig Angst gleich um zu kippen. Ich habe auch alle möglichen Ärzte abgeklappert.
HNO, Hausarzt, Augenarzt, Heilpraktiker, Kardiologe, Orthopäde, Zahnarzt, Neurologe usw. usw. - MRT und CT vom Kopf - Alles ohne Befund. Es hieß dann es sei die Psyche. Kann ich mir nicht vorstellen dass es das ist, dennnoch habe ich mich auf eine Psychotherapie eingelassen - war aber völliger SChwachsinn und hat auch nichts geholfen.
Da ich hier soviel über die HWS gelesen habe war ich letzte Woche nochmal beim Orthopäden. Der konnte sich den Schwindel auch nicht erklären. Mit der HWS könnte es aber was zu tun haben meinte er und hat deswegen ein MRT dieser angeordnet. Da hab ich jetzt morgen einen Termin. Bin ja gespannt was raus kommt.

ICh werde dann natürlich berichten.

LG

MrsGreen
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Re: Bennommenheitsschwindel, Schwankschwindel

Beitrag: #37412 MrsGreen
27.11.2017, 20:14

Oh, da bin ich ja mal gespannt was das ergibt beim MRT. Immerhin hat dein Orthopäde das angeorndet - meiner hat mich mit den Worten "Sie müssen lernen zu entspannen" weg geschickt.
Psychotherapie hatte ich auch schon, das half aber nicht gegen den Schwindel sonderm mehr um im Alltag mit Sorgen und Ängsten umzugehen. Ich bin übrigens 32 Jahre alt, aber kinderlos.
Ich bin sehr gespannt was die beim MRT sehen können. Dann berichte mal :-)

Niki21
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Re: Bennommenheitsschwindel, Schwankschwindel

Beitrag: #37418 Niki21
28.11.2017, 11:23

Also ich komme gerade vom MRT. Leider muss ich jetzt wieder 2 Wochen warten bis ich mit meinen Bildern zum Orthopäden kann. Das dauert halt alles immer. Ich hab mir die Bilder daheim gerade angeschaut und nach Normalbefunden der HWS gegoogelt. Ich denke meins schaut ziemlich normal aus :-)

wie lange hast du deinen Schwindel denn schon?
Bei mir hieß es dann auch Stress und so aber ich glaubs immer nicht so ganz. Ich such immer noch nach organischen Ursachen.

MrsGreen
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Re: Bennommenheitsschwindel, Schwankschwindel

Beitrag: #37444 MrsGreen
02.12.2017, 11:25

Ich habe den Schwindel erstmals 2013 schon bemerkt, damals war er aber für 2-3 Tage mal da und dann ein paar Wochen wieder weg....mit den Jahren kam er dann in immer kürzeren Abständen...2014 war es schon 2-3 x die Woche, seit 2016 war er fast jeden Tag da und jetzt seit Sommer 2017 DURCHGEHEND ohne Pause. War bei mir wohl ein schleichender Prozess.
Als der Schwindel noch nicht jeden Tag da war, habe ich mir auch gesagt, das kommt bestimmt vom allgemeinen Stress (Arbeit, Zuhause,....) und geht bestimmt auch wieder weg wenn der Stress sich legt. Diesen Sommer war ich eigentlich soweit dass ich total zufrieden und glücklich und ziemlich stressfrei bin, aber der Schwindel ging nicht weg und deswegen bin ich dann nochmal losgegangen, da ging der Ärztemarathon los.
Ich hatte nach meiner 2. osteopathischen Behandlung letzter Woche, diese Woche 2 ganze Tage ohne Schwindel! Das war Montag und Dienstag.
Leider ist er heute wieder voll da, und ich bin total frustiert, weil ich erst vor ein paar Tagen nach langer Zeit endlich mal wieder erleben durfte wie es sich anfühlt, ohne Schwindel zu sein!
Man sagte mir zwar, dass es wohl erst nach und nach weg geht, aber dass er jetzt wieder da ist macht mich auch etwas ängstlich, aber ich versuche am Ball zu bleiben und Geduld zu haben!

Also ich frage mich ja, ob die anhand der Bilder vom MRT überhaupt festmachen können, dass dein Schwindel davon kommt, oder nicht! Ich glaube, es kann durchaus alles in Ordnung aussehen, aber der Schwindel kann ja trotzdem davon kommen, wenn da irgendwo ein Wirbel auf Nerven und Gefäße drückt!? Bin ja gespannt, was der Arzt sagt, aber gut, dass es laut deiner Einschätzung schon mal nicht schlecht aussieht! :)
Wie lange hast du den Schwindel schon, und wie oft?

Niki21
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Re: Bennommenheitsschwindel, Schwankschwindel

Beitrag: #37445 Niki21
05.12.2017, 11:33

Ich hatte das allererste mal Schwindel im Januar 2014. Das war nach der GEburt meiner 2. Tochter. Da wars aber immer nur ganz kurz. Dann im Sommer wieder....daraufhin war ich dann das erste mal beim Neurologen etc. Der bestätigte mir dass alles in Ordnung ist und somit war der Schwindel dann auch wieder weg. Im Februar ein Jahr später also 2015 kam er dann plötzlich wieder. Ich hatte im November zuvor wieder zu arbeiten angefangen und habs dann auch auf den Stress geschoben. Es war dann aber so schlimm dass ich mich nicht mal mehr allein zum einkaufen getraut habe....und somit habe ich wieder sämtliche Ärzte abgeklappert... wieder alles ohne Befund.
Habe dann eben auch eine Psychotherapie über mich ergehen lassen weil wenn alles nichts hilft versucht man ja alles damit was hilft. Seit diesem Jahr ist es zwar deutlich besser, aber eben immer noch da. Ich habe es mal eine ganze Woche lang und dann mal fast 2 Wochen gar nicht. Ich habe festgestellt dass ich es, wenn mein Körper auf etwas fahrbarem sitzt gar nicht habe. Also im Zug, Auto ect. Also echt ungewöhnlich.

Mein Hausarzt hat nun auch den Befund vom MRT bekommen. Es war aber nichts ausergewöhnliches. Nur dass meine HWS statt etwas gebogen - ganz gerade ist, was sich wohl auf Verspannungen zurückführen lässt. Und in der Schilddrüse habe ich je links und rechts einen Knoten. Diesen muss ich jetzt nächste Woche per Ultraschall untersuchen lassen. Die Blutwerte der schilddrüse waren zwar ok aber vielleicht hängts ja doch irgendwie damit zusammen.

Betti
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Re: Bennommenheitsschwindel, Schwankschwindel

Beitrag: #37448 Betti
06.12.2017, 16:53

Hallo Mrsgreen, ich bin neu hier, ich habe deine Ausführungen mit großem Interesse gelesen. Sie hätten von mir stammen können! Genau so ist es bei mir auch. Ich habe eine Ärzteodyssee hinter mir. Alle haben mir gesagt, was ich nicht habe. Nur kann mir keiner sagen, was ich habe. Bei mir hat man nach sehr, sehr gründlicher Untersuchung einen ganz dezenten Nystagmus (Wikipedia) festgestellt. Das sind kleine ruckartige Augenbewegungen, die ich selber nicht wahrnehme. Jedoch ist auch dieser Nystagmus nur ein Symptom. Nur wovon? Ich habe diesen Schwankschwindel seit Sommer dieses Jahres. Leider ist dann auch noch im September ein Tinnitus dazu gekommen. Der Neurologe meint auch, das sei ev. psychisch, aber über die Brücke gehe ich nicht. Komischerweise war es mal für zwei, drei Wochen besser, aber leider weiß ich nicht warum. HWS usw habe ich auch alles durch. NIchts. Ich habe aber zusätzlich auch noch ständig leichte Kopfschmerzen und so ein Gefühl als ob mein Gehirn entzündet ist. Ich weiß nicht wie ich das anders beschreiben soll. So ein Krankheitsgefühl hinter den Augen. Mein MRT der HWS und des Kopfes ist übrigens völlig unauffällig. Nach dem joggen am Morgen ist es bei mir übrigens auch besser. So, das war erst mal ein Anfang. Betti

(Wikipedia-Link eingefügt, für alle Dummen ;-) )

Niki21
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Re: Bennommenheitsschwindel, Schwankschwindel

Beitrag: #37450 Niki21
07.12.2017, 08:50

Hallo Betti,

wie alt bist du denn?
War im Sommer irgendein Ereigniss das der Auslöser für den Schwindel sein hätte können?
Ich hatte auch einen Tinnitus....der Neurologe meinte auch, wenn man einmal sowas hatte merkt sich das Gehirn diesen zustand und bei jeder Kleinigkeit reagiert er dann mit Schwindel darauf.
Ich war mal bei einem Schwindelprofessor in München...der hat mir dann Gleichgewichtigsübungen gezeigt, diese sollte ich täglich machen.

Wie gehts euch eigentlich beim Autofahren? Habt ihr da auch schwindel?

LG

Betti
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Re: Bennommenheitsschwindel, Schwankschwindel

Beitrag: #37451 Betti
07.12.2017, 13:32

Hallo Niki 21,

ja, im Sommer ist meine Tochter ausgezogen... Aber mein Gott, ich freue mich ja für sie. Sie ist zwar 600km weit weg und jeder sagt mir, das sei der Grund, aber über die Brücke gehe ich noch nicht. Mein Tinnitus wird wohl bleiben, da mache ich mir auch keine Hoffnungen. Er ist sehr störend zum Schlafen, da gibt es Nächte die liege ich deshalb wach. Dabei ist Schlaf mit das Wichtigste in meinem Leben. Wenn das alles psychisch bedingt ist, muss es ja auch mal wieder weg gehen. Ach ja, ich bin 54, sportlich, sehr schlank, keine Krankheiten. Bis auf den blöden Schwindel.

Schön wäre es, mal von Leuten zu lesen, die das überwunden haben. Aber da kommen immer nur ganz eigenartige Geschichten, wo ich mich frage, ob das alles so stimmt...

LG Betti

rio
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Re: Bennommenheitsschwindel, Schwankschwindel

Beitrag: #37452 rio
07.12.2017, 15:04

Hallo Betti,

nur für den Fall, daß Du es noch nicht gesehen hast, hier (Ursache für Schwindel gefunden) sind ein paar Beiträge, wo der Schwindel geheilt ist - jedenfalls mehr oder weniger.
Tschüß Atomstrom, es lebe Ökostrom! Durch Lieferantenwechsel bei Strom und Gas Geld sparen.

MrsGreen
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Re: Bennommenheitsschwindel, Schwankschwindel

Beitrag: #37484 MrsGreen
20.12.2017, 10:48

Hallo zusammen!
Ich bin ein wenig in Verzug (Weihnachtszeit halt…;-)
@Niki….ich habe das übrigens wie du! Sobald ich im Auto sitze, also allgemein in etwas Fahrbarem, nehme ich den Schwindel nicht mehr so dolle wahr! Dann geht’s immer. Deswegen sage ich meiner Familie oder Arbeitskollegen auch immer, dass sie mich beruhigt Auto fahren lassen können.
Das ist echt ein Phänomen.
Und: meine Wirbelsäule ist laut meinem Orthopäden auch nach hinten gebogen – von Natur aus biegt die Halswirbelsäule sich wohl nach vorne. Wenn sie nach hinten abknickt – wie das bei mir der Fall ist – dann spricht das wohl für hartnäckige muskuläre Verspannungen.

Und nun: Hallo Betti! Dann gehörst du also auch zu denjenigen die wegen dieses miesen Gefühls von Schwindel und Benommenheit im Dunkeln tappen. Wo wurde denn dieser Nystagmus fest gestellt? Beim Augenarzt?
Ich bin sonst auch topfit und kerngesund. Aber der Schwindel schränkt mein Leben trotzdem komplett ein. Das heißt, wenn der nicht wäre, könnte ich Bäume ausreißen.
Momentan ist es bei mir auch wieder ganz schlimm. Letzte Woche habe ich eine ganz leichter Besserung verspürt – dann war ich beim Zumba (zum Ausprobieren) und danach war der Schwindel wieder volle Kanne da.
Seit 4 Tagen jetzt also wieder! Das bestätigt eigentlich, dass es mit der Muskulatur (Halswirbelsäule) zusammen hängt – die ruckartigen Bewegungen beim Tanzen sind wohl nicht gut für mich.
Die Muskulatur am Hals und Kopfansatz sind laut Physiotherapeuten etc. bei mir extrem hart – laut deren Aussage sind dies auch die „Schwindelmuskeln“. Ich muss die Verspannungen erstmal richtig loswerden – und das ist ein harter Kampf, weil ich in der Vergangenheit extreme psychische Belastungen hatte und ein Teil davon immer bleibt.
Ich wünsche Euch allen, dass der Tag kommt, an dem der Schwindel sich verzieht ;-)
LG

Betti
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Re: Bennommenheitsschwindel, Schwankschwindel

Beitrag: #37490 Betti
21.12.2017, 12:33

Hallo MrsGreen und die Anderen, wenn ich mir deinen Post vom November durchlese, denke ich, ich hätte ihn geschrieben. Ja, ich habe auch alles durch. Den Nystagmus hat der HNO entdeckt, und der Augenarzt auch bestätigt, aber er ist wirklich sehr dezent, alle sagen, nicht wichtig.
Gestern habe ich nun bei einem Zahnarzt, der sich auch auf CMD spezialisiert hat, eine Entlastungsschiene bekommen. Von dem einen oder anderen hat man ja hier gelesen, dass das geholfen hat. Ich werde berichten.
Im Auto bin auch ich komplett beschwerdefrei. Ich glaube mein Gehirn sagt, es darf sich bewegen um mich herum, also alle gut. Steht man so im Leben, bewegt es sich auch, aber das darf ja nicht.
Hat eigentlich von euch jemand auch noch einen Tinnitus obendrauf bekommen? Der macht es ja auch noch schlimmer, weil man dadurch auch noch schlechter schläft. Ein Teufelskreis also. Diese Benommenheit kenne ich auch. Wenn ich dann auch noch müde bin, ist es ganz schlimm. Dann kann ich eigentlich nur noch ins Bett gehen, aber das geht nun mal nicht immer. Auf jeden Fall werde ich berichten, ob die Schiene Erleichterung bringt. Mal abwarten. So Long erst einmal!
Betti

Daniel1983
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Re: Bennommenheitsschwindel, Schwankschwindel

Beitrag: #37491 Daniel1983
21.12.2017, 16:28

Hi

Ich habe zu all den Symptomen von Schwindel und Schwitzigen Händen und Füßen den ganzen Tag , auch noch ein Piepen auf den Ohren und das macht sich bei Stille sehr stark bemerkbar .

Ich habe schon alle Ärzte Durch HNO, MRT, CT, Halswirbelsäule MRT, Schildrüsen Werte ok, Blut Werte Ok, und bis jetzt ohne Befund , morgen früh noch ein Termin bei Augen Arzt mal sehen was da raus Kommt , wenn dort nichts festgestellt wird dann bin ich Ratlos mit diesem Zustand , es ist sehr Belastend geworden , und ich fange an, an mir zu Zweifeln , ob ich doch langsam Psychisch Krank bin und es Davon kommt .

LG Daniel

Tereska
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Re: Bennommenheitsschwindel, Schwankschwindel

Beitrag: #37722 Tereska
12.03.2018, 23:03

Hallo zusammen
Ich bin neu hier, habe eure Beiträge gelesen und mich in jedem von euch finden können. Hatte vor x Jahren nach einer Erkältung diesen Schwankschwindel, monatelang. Als wir nach Arosa in die Ferien fuhren (über 300 Kurven auf der Bergstrecke) war der Schwindel total weg.
Vor ca. 3 Jahren (Feb15) wollte ich am Morgen aufstehen und da drehte sich die ganze Welt so stark, dass ich kaum den Kopf bewegen konnte. Nach 3 Tagen stellte der Hausarzt einen gutartigen Lagerungsschwindel fest, hab ich eigentlich schon vermutet, mit dem Epley-Manöver konnte dieser aber innerhalb ca. einer halben Stunde zum Verschwinden gebracht werden. Der Hausarzt meinte, dass in den nächsten Tagen sich ein Gefühl, auf Watte zu gehen, bemerkbar machen könne, dieses aber auch wieder abklingen werde. Nach Monaten meldete ich mich wieder, da ich immer noch diesen Schwankschwindel hatte. Alle Untersuchungen, inkl. Bluttests, die vom Hausarzt durchgeführt werden konnten, waren ok. Im Sommer hatte ich im Garten viel zu tun, auch wirkliche Schwerarbeit zu verrichten, der Schwindel wurde besser bis kaum noch spürbar. Im Herbst kam er aber wieder und blieb den ganzen Winter lang, ab und zu gesellte sich dann auch wieder mal ein Lagerungsschwindel dazu, der aber mit Übungen auch wieder verschwand. Im Frühjahr besserte sich dann der Schwankschwindel wieder, der Garten konnte ohne Probleme gewartet werden. Usw.
Anf. November 17 fühlte ich mich recht wohl, der Schwindel war eigentlich gut aushaltbar. Von einem Tag auf den anderen überkamen mich stundenlange Angstschübe mit Panikattacken und der Schwankschwindel war wieder voll da. Dazu kam ein Liftschwindel. Am liebsten wäre ich einfach eingeschlafen und nie wieder erwacht. Nach Weihnachten merkte ich auf einmal ein tieftrauriges, depressives Gefühl, das am Morgen beim Aufstehen bereits da war. Ich konnte mich kaum noch freuen, wollte nur noch irgendwie den Tag durchstehen und mein Soll erfüllen. ein Osteopathe konnte zumindest den Liftschwindel mit einer Beh. an der HWS und im BWS-Bereich lösen.
Ich holte mir homöopathische Hilfe betr. depressiver Gefühle. Eine Gabe und die Welt sah 180° besser aus. Dann machte ich Kiefer- und andere Dehnübungen nach Liebscher und Bracht (YouTube), der Schwankschwindel besserte sich, die starken Angstzustände blieben und wurden immer schlimmer, so dass ich Angst hatte, eines Tages das Haus nicht mehr verlassen zu können. Habe auch noch einen HNO-Arzt aufgesucht, der meinte, dass das Gleichgewicht absolut in Ordnung sei.
Dann fing ich an, mich der Angst zu stellen. Ich ging bewusst in Situationen, wo Schwindel und Angst mich fast auffrassen und blieb und harrte aus. Als ich endlich einsah, dass mich weder das Eine noch das Andere umgebracht hatte, besserte auch die Angst und ich buchte einen Kurzurlaub.
Ich leite Tanz- und Turnstunden in Vereinen. Ich starb oft beinahe vor Angst, weil ich nicht wusste, wie sehr mich der Schwindel beeinträchtigen würde während der Stunde und irgendwie schaffte ich es doch immer wieder, fast symptomfrei eine Stunde zu leiten. Es wäre für mich absolut peinlich, wenn ich wegen des Schwindels oder der Angst aufgeben müsste oder jemand etwas mitbekäme.
Als ich dann vor ca. 3 Wochen mich endlich mal etwas sicherer und ruhiger fühlte, zählte ich im Geschäft ein paar Dinge auf einem Regal, schaute hoch und als ich den Kopf wieder gerade halten wollte, war wieder dieser Liftschwindel in voller Montur da und das eine Stunde vor einer Tanzstunde, die ich leiten sollte. Nach einigen Minuten klang er etwas ab und ich konnte wieder die Stunde praktisch beschwerdefrei leiten. Seit da schwankt es aber wieder hin und her, vor und zurück und auf und ab. Der Osteopathe konnte wieder etwas Schadenbegrenzung bewirken. Er meinte, dass der Kiefer einen Beckenschiefstand verursacht und dadurch eine Beinlängendifferenz vorgetäuscht werde, die dann die Propriorezeptoren zu ungleichen Positionsmeldungen ans Gehirn zwinge. Dies führe zu Schwindelgefühlen. Wie auch immer, es ist zum Verzweifeln.
Auf YouTube habe ich nun ein paar Beiträge geschaut zum Thema "Annehmen statt dagegen anzukämpfen" und hoffe, irgendwann in absehbarer Zeit mal im Gleichgewicht zu sei und wieder mal was geniessen zu können, statt hinter mich zu bringen.

All den "Schwindlern" wünsche ich viel Erfolg beim Hilfefinden. Vielleicht hat auch mir jemand noch gute Tipps

Tereska

MrsGreen
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Re: Bennommenheitsschwindel, Schwankschwindel

Beitrag: #37769 MrsGreen
22.03.2018, 18:18

Hallo Tereska,

vielen Dank für deinen Beitrag! Ich habe mich auch in fast allen Dingen, die du beschrieben hast, wieder gefunden.
Ich bin die Verfasserin dieses Beitrags. Als ich das geschrieben habe, war November 2017. Jetzt haben wir März 2018. Ein halbes Jahr später kann ich sagen, dass es mir etwas besser geht, was den Schwindel angeht, aber dennoch ist er noch präsent. Es ist bei mir kaum noch auszuschließen, dass mein Schwankschwindel und vor allem diese fiese Benommenheitsgefühl dabei, hauptsächlich durch eine muskuläre Dysbalance und Fehlhaltung/Schonhaltung inkl. starken Verspannungen im Nacken-/Schulterbereich zustande gekommen ist. Zumindest konnte man keine andere Ursache konkret feststellen.
Ich bewege und dehne mich mittlerweile jeden Tag um mein muskuläres Ungleichgewicht, welches ich über ein Jahrzehnt langsam unbemerkt aufgebaut habe, wieder rückgängig zu machen. Mittlerweile habe ich den Schwindel und das Benommensein nur noch 2-3 x die Woche, statt wie früher durchgehend jeden Tag. Manchmal geht es mir total gut und dann kommt es aus heiterem Himmel wieder, obwohl nichts vorgefallen ist (Stress, Ärger o. Ä.)
Ich hoffe noch darauf, dass sich der Schwindel immer weiter zurück bildet mit den Jahren. Zumindest verfolgt er mich jetzt nicht mehr jeden Tag....Bewegung und ausreichend Ruhephasen sind für mich die einzigsten Dinge, die ich bis jetzt aktiv gegen den Schwindel einsetzen konnte....ansonsten bin ich dem Schwindel auch immer noch machtlos ausgesetzt. Er kommt und geht wann er will und vor allem kann ich nicht wirklich fest machen, warum er da ist, wenn er da ist. Mir kann es total gut gehen und er kommt trotzdem. Dann kann ich mal einen recht stressigen Tag haben und der Schwindel macht sich nicht bemerkbar. Es ist ein Mysterium.
Ganz aktuell habe ich mich beim Strecken wohl ein wenig den Rücken im Brustwirbelsäulenbereich verknackst und zack hatte ich ein richtig fieses Benommenheitsgefühl bekommen. Also einen Zusammenhang gibt es da wirklich.

Bewegung ist wirklich da A und O. Damit meine ich nicht unbedingt Ausdauersport. Ich komme gar nicht dazu, jeden Tag Höchstleistungssport zu treiben. Aber ich nehme mir jeden Tag Zeit für Bewegung, sei es Spazieren gehen, Fahrrad fahren, Trampolin springen, Mobilisation/Dehnen des Rückens....hauptsache Bewegung. Das ist bisher das Einzigste, was bei mir den Schwindel etwas eindämmt. Und ich hoffe sehr, dass, wenn ich so weiter mache, dass er endlich eines Tages gänzlich verschwindet. Ich freue mich, bald mal wieder von Euch zu hören. Und wer möchte, darf mir gerne mal eine persönliche Nachricht schreiben. Der Kontakt zu Mitleidenden tut einfach gut :-)

Mrs Green


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